24. November 2013

Interview mit Iris T. Simian

Wir durften Iris im Rahmen unserer Leseleidenschaft in der vergangenen Woche persönlich bei ihr zuhause kennenlernen und eins mit Sicherheit sagen: Nicht nur ihre Bücher sind einmalig - Auch sie als Person ist wirklich eine ganz tolle und einmalige Frau.
Wir haben viele Dinge im Gespräch erfahren, die wir für uns einfach schon immer mal wissen wollten, aber wir haben auch tolle Dinge für unsere Leser hier in Erfahrung bringen können.

Wer mehr über die Autorin erfahren möchte, sollt unbedingt ihre Homepage besuchen!

www.iris-simian.de

Nun spannen wir euch aber nicht länger auf die Folter, hier ist das Interview mit Iris T. Simian.
Und nicht vergessen, unser aktuelles Gewinnspiel zu Ihrem neuen Buch "LIBERARE" läuft noch bis Mittwoch! Zu gewinnen gibt es 2 gedruckte Ausgaben - handsigniert!




1. Frage: Wann hast du mit dem schreiben begonnen?
Das ist noch gar nicht lange her. Vor knapp vier Jahren fing es an.
2. Frage: Wie kamst du darauf, ausgerechnet einen Eifel Krimi zu schreiben?
Eigentlich war das gar nicht geplant. Die Geschichte brachte es so mit sich. Die Story um Alicia hätte auch in Andernach oder sonst wo spielen können. Aber da ich Kottenheim und seinen Wald liebe und mich dort pudelwohl fühle, war für mich der Spielort von Anfang an klar. Das es schließlich als Eifel Krimi deklariert wurde ging vom Verlag aus.
3. Frage: Ist es nicht merkwürdig die Orte und Straßen durch die man täglich geht, in ein Buch zu verfassen?
Ganz im Gegenteil. Dort kenne ich mich aus und finde es herrlich.
Wenn ich Bücher von anderen Schriftstellern mit Lokalkolorit lese finde ich es sehr interessant, in welche Art und Weise sie es für sich nutzen.
4. Frage: Gelingt dir die Trennung zu deinen persönlichen Erlebnissen an diesen Orten oder wie viel Persönliches lässt du dort einfließen?
Sicher fließen meine persönlichen Erlebnisse im Buch mit ein. Da gibt es keine Trennung. Ebenso aber auch die aus meinem Umfeld oder von fremden Menschen von denen ich aus den Medien weiß. Das alles landet im „Ideentopf“ vermischt sich und ergibt eine eigene Geschichte.
5. Frage: Wirst du oft mit Jacques Berndorf verglichen?
Nur manchmal … Aber spätestens an diesem Punkt merkt derjenige, dass dies nicht funktioniert. Jeder Schriftsteller hat seinen eigenen Schreibstil, der sich nicht nur anhand des Genres unterscheidet.
Außerdem würde ein zweiter Berndorf doch keinem gefallen, wir haben ja schon das Original.
6. Frage: Willst du weiterhin schreiben oder begrenzt du dich auf die Reihe um Alicia Schulze?
LIBERARE ist zwar der zweite Teil, in dem es sich wieder um Alicia dreht. Dennoch wird es keinen dritten Teil geben. Für mich ist ihre Geschichte mit dem zweiten „fast“ zu Ende.
Klar will ich weiter schreiben! Mal sehen was die Zukunft so bringt.
7. Frage: Hoffst du irgendwann vom Schreiben leben zu können?
Lach! Nein, ehrlich nicht! Für solch eine utopische Zukunftsvision bin ich zu realistisch. Ich bewundere allerdings die Schriftsteller sehr, die es geschafft haben.
Es gibt jede Menge tolle Bücher bei kleinen Verlagen, die leider niemals Platz 1 auf einer Bestsellerliste werden, weil hier die Werbekapazitäten der kleinen Verlage an ihre Grenzen stoßen. So ist das nun mal …
8. Frage: Könntest du dir auch vorstellen ein anderes Genre zu schreiben?
Die erste Regel beim Schreiben lautet: Schreibe über das was du selbst gerne liest. Ich lese gerne Thriller, oder witzig geschriebene Romane mit einer Prise Erotik. Das meine Bücher in Richtung Krimi gingen war eher Zufall.
9. Frage: Kam dir die Idee für den Roman ganz plötzlich oder gab es eine ausschlaggebende Situation die dich inspiriert hat?
Früher dachte ich immer heimlich, wenn ich ein Buch gelesen hatte, wie gigantisch es wäre, eine Geschichte zu schreiben, die anderen tolle Lesestunden schenken würden. Doch der Gedanke es tatsächlich zu versuchen kam mir bis dahin nie.
Und dann passierte es! Eine Kollegin von mir bekam tatsächlich eine tote Ratte mit einem Drohbrief in einem Paket anonym auf die Arbeit geschickt. Dieser Vorfall ließ mich nicht mehr los. Ich musste ständig daran denken, warum und weshalb jemand so etwas tat; und schon ging mein Kopfkino an.
10. Frage: War es schwer einen Verlag zu finden der dein Buch veröffentlicht?
Ja natürlich! Die werden täglich mit hunderten Manuskripten bombardiert. Wie soll man da Glück haben, das ein Lektor meine geistigen Ergüsse gefallen? Umso mehr freute ich mich, als sich Herr Wagner, der Verleger vom SWB-Verlag sich bei mir meldete. Er war in dieser Zeit auf der Suche nach einer Geschichte, die in der Eifel spielte, weil er sein Krimiprogramm erweitern wollte.
11. Frage: Hand aufs Herz, wie viele deiner eigenen Bücher hast du Zuhause stehen? Haben sie einen besonderen Platz?
Ja, Hand aufs Herz … Ganz ehrlich! Meine Kinder haben ein Exemplar und ich habe eines aus dem ich immer bei den Lesungen lese. Es ist schon ganz zerfleddert, aber genau das liebe ich und werde es niemals wegschmeißen.
Dann habe ich natürlich welche vorrätig, die bei den Lesungen gekauft werden können.
Hey, da fällt mir ein. Mein Mann hat keines … Aber nein, in einem Rahmen oder in einer Vitrine habe ich keines stehen.
12. Frage: Was ist es für ein Gefühl sein eigenes Buch irgendwo stehen zu sehen?

Es ist herrlich! Wenn ich es im Buchhandel sehe dann sage ich mir, die Mühe und die Bekämpfung der Zweifel haben sich gelohnt. Und wenn ich das Buch bei meinen Freunden im Regal stehen sehe freue ich mich noch mehr, denn egal ob sie die Story gut fanden oder nicht, sie haben mich immer unterstützt und mich zu keinem Zeitpunkt ausgelacht. „Tu es einfach“, wurde unser Leitspruch. Deshalb widmete ich ihnen auch mein zweites Buch.

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