30. Juli 2014

Blog-Tour zu "Was wir auch tun" von Marie Lucas - das Interview

Hey ihr Süßen, 
im Rahmen der Blogtour zu "Was wir auch tun" hat Marie Lucas heute auf unserem Rosa-Schlunzen-Sofa Platz genommen un uns ein paar Fragen beantwortet :) 

Liebe Marie, vielen Dank dass du dir Zeit nimmst für unser kleines Interview. Sicher hast du von deinen Lesern schon die ein oder andere Frage gestellt bekommen. Gibt es eine, die du besonders gerne beantwortet hast, oder gibt es etwas, was dich noch nie jemand gefragt hat – und was du gerne mal erzählen möchtest? Hier ist deine Gelegenheit!

Es gibt bestimmt jede Menge Fragen, die noch nie jemand gestellt hat, aber mit ungestellten Fragen ist es eben so eine Sache: Man vermisst sie nicht, bis sie dann plötzlich im Raum stehen. Deine siebte Frage ist so ein Beispiel: Über die habe ich mich echt gefreut. Und was ich gerne loswerden würde, ist, dass ich in zwei Wochen einen neuen Hund bekomme und mich wie verrückt auf ihn freue. Jetzt muss ich nur noch auf die Frage warten: “Und? Irgendeine Aussicht auf neue Hunde in nächster Zeit?“



Deine Bücher sind äußerlich ja ein richtiger Hingucker. Hattest du bei den Covern Mitspracherecht?

Nein, habe ich nicht. Aber cool, nicht wahr? Ich liebe diese Cover, das erste noch ein wenig mehr (“Zwischen Ewig und Jetzt”): Hat länger gedauert, bis ich das Skelett entdeckt habe. (Was aber auch daran gelegen hat, dass ich zunächst einen winzigen Vorababdruck in Schwarzweiß bekommen habe.)

 

Welche Bücher findet man privat in deinem Regal? Gerne kannst du uns auch ein Foto zeigen – Bücherregale sind ja immer sehr beliebt :)

WELCHES Regal denn? Meine Wohnung besteht praktisch nur aus Bücherregalen… Also, im Arbeitszimmer habe ich die Jugend- und Kinderbücher, Harry Potter in drei Sprachen, klar die Panem-Sachen aber auch Cassia & Ky mochte ich sehr (den ersten Band) oder die Dämonenfängerin. Außerdem stehen hier alle Bücher aus meinem Studium, also jede Menge Nachschlagewerke zu Philosophie und Geschichte (wichtig für Zeitreisen!!!) Im Wohnzimmer stehen an der einen Wand Krimis, davon hebe ich allerdings nur die wenigsten auf, die wirklich guten. Stephen King, der braucht wirklich viel Platz. Und dann mein Belletristik-Regal, schön säuberlich geordnet nach Alphabet: Von Boyle über Irving bis Zafón. So ungefähr. Dann haben wir im Flur noch jede Menge Kochbücher, die sammelt mein Mann. Und irgendwann wird das alles zu schwer werden und die Decke durchbrechen und all unsere Schätze in einem tiefen Loch verschwinden…


 
Hat sich dein Leseverhalten geändert, nachdem du selbst angefangen hast zu schreiben?


Nein, ich habe schon immer gern Jugendbücher gelesen, eigentlich alles, was mir unter die Nase kam. Das ist immer noch so.
 


Woher kommen die Ideen deiner Bücher? Und wie lange brauchst du ungefähr, ein Buch zu schreiben?
 
Das frage ich die Kleinen immer bei meinen Kinderlesungen: Woher kommen wohl die Ideen? Und dann antworten die prompt: Aus dem Kopf :)) Ist was dran. Ideen kommen aus dem Kopf, aber ich meine ja, aus den Augen. Wer einigermaßen wach durch die Welt läuft, kann überall die irrsten Geschichten sehen. Dazu braucht man natürlich Neugier. Und einen Schuss Fantasie. Und ach ja: Mit der Wahrheit sollte man es auch nicht so genau nehmen. Ich schnappe mir also eine der herumiirrenden und vor meinen Augen auf und ab spazierenden Ideen und sitze dann vier bis sechs Monate (manchmal länger) daran ihr zuzusehen, wie sie sich entwickelt. Denn egal, was die Grundidee einmal war: Beim Schreiben wird etwas völlig anderes daraus. Das ist die eigentliche Magie, das Schreiben. Die Ideen sind eher so etwas wie Samen, die Bücher aber Bäume, die in den Himmel wachsen (okay, das war jetzt ein wenig pathetisch, aber das braucht man manchmal auch: Mehr Drama, Baby!)

 


Wenn dein Buch fertig gedruckt und kurz vor Veröffentlichung vor dir liegt, hast du dann gewisse Erwartungen und Hoffnungen?

Das ist toll, ein toller Moment, aber der gehört schon den anderen: dem Verlag, den Lesern. Den Freunden, den man als erstes sein Buch aufdrängt. Ich liebe es, das fertige Buch vor mir zu sehen, aber der wichtigste Augenblick ist, wenn man selbst das Buch fertiggeschrieben hat. Man verabschiedet sich von den Figuren. Man lässt sie raus in die Welt (schickt sie zu seinem Agenten), ganz allein, und vielleicht will sie niemand haben (lesen) obwohl man sie selbst so liebt und so viel Zeit mit ihnen verbracht hat… Wenn das fertige Buch ankommt, und das ist wenigstens ein halbes, wenn nicht ein ganzes Jahr später, ist man selbst schon längst bei einem anderen Projekt. Man ist stolz, aber jetzt sind deine Protagonisten erwachsen geworden, können auf eigenen Füßen stehen. Und werden hoffentlich auch gut laufen.
 


Welches Buch hätte ein anderes Ende gehabt, wenn du es geschrieben hättest?

Super Frage, eine, auf die ich gewartet habe, ohne es zu wissen: Wieviel Platz haben wir? Ich würde ja gern jedes zweite Buch umschreiben… Na gut, nur die, die mich am meisten geärgert haben: Donna Tart, Der kleine Freund. Da wird ein Kind ermordet, an einen Baum gehängt und die Protagonisten haben 760 Seiten lang Zeit, darüber NICHT hinwegzukommen, aber der Mord wird auch nicht aufgeklärt – das finde ich fürchterlich. Vom Winde verweht: fieses Ende. An einem einzigen Tag – und dann stirbt sie? Die Frau des Zeitreisenden.. nun gut, da gab es wohl keine andere Lösung, aber TRAURIG! Ich hätte auch gern den Weasley-Zwilling gerettet, vor allem aber Snape. Kurz gesagt: Ich bin sehr für's Happy End. Kann auch mal ein trauriges Ende wegschluchzen, wenn ein mieses Verräter-Schicksal es verlangt und wenn ich darauf vorbereitet bin, aber ich hasse böse Überraschungen und vor allem offene Enden!!! Ich brauche einen Abschluss, den Epilog. Ich will immer wissen, wie es aus- und besser noch: Wie es wohl weitergeht.
 


Wie sehen deine weiteren Pläne aus? Hast du schon ein neues Buch in Aussicht, oder machst du dir so kurz nach Erscheinen des aktuellen Buches noch keine Gedanken darüber?

Klar schreibe ich schon an einem neuen Buch, herzerwärmend schön, finde ich zumindest, nun ja, ich bin ja immer ein wenig verliebt in meine Protagonisten aber Dillon ist wirklich der Hit… Das habe ich bei Niki und Alex aber auch so empfunden, ich bin wankelmütig: Die große Liebe ist wohl immer die jetzige.



Vielen Dank liebe Marie, dass du dir die Zeit für uns und deine Leser genommen hast!


Ihr sollt ja nicht zu kurz kommen, und ihr wisst ja aus den vergangenen Tour-Beiträgen schon, was euch erwartet :)
Also kommt nun hier: Euer Gewinnspiel!!

Die Autorin stellt uns 3 Gewinne zur Verfügung. 

1. Preis: „Zwischen ewig und jetzt“ und „Was wir auch tun“ als Hardcover
2. Preis: „Was wir auch tun“ als Hardcover
3. Preis: „Zwischen ewig und jetzt“ als Taschenbuch

Im Gewinnfall könnt ihr selbst entscheiden, ob die Autorin euch die Exemplare signieren soll oder lieber nicht.
An jedem Tag gibt es eine Frage auf dem entsprechenden Blog. Ihr bekommt pro beantwortete Frage ein Los, könnt also maximal 6 Lose erreichen. Ihr könnt bis zum letzten Tag auf allen Blogs die Fragen beantworten. 

die teilnehmenden Blogs findet ihr hier nochmal:

 28.07. Buchvorstellung bei Schneeflöckchen
29.07. Cover bei Favola's Lesestoff
30.07. Interview mit Marie Lucas hier auf unserem Blog :)
31.07. Hooligans bei booklove-bloggt
01.08. die Welten der Protagonisten bei Mandys Bücherecke

Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich 03.08.2014
Teilnahmebedingungen:
Teilnahme ab 18 oder mit Erlaubnis der Sorgeberechtigten. Keine Barauszahlung möglich, es wird keine Haftung für den Postweg übernommen. Teilnahme leider nur aus Deutschland möglich, bzw. muss der Gewinn an eine deutsche Postadresse gesendet werden können.
 
 

Füllt einfach das Formular aus, und schon seid ihr im Topf! :)
Über einen zusätzlichen Kommentar freuen wir uns natürlich trotzdem immer!

Meine Frage: Gibt es eine Frage, die ihr selbst einem Autor schon immer mal stellen wolltet?

Kommentare:

  1. Ein schönes Interview. Die Frage nach dem anderen Ende finde ich kreativ, habe ich so noch nicht gelesen :-)

    LG Desiree

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  2. Vielen Dank für das schönes Interview.

    LG Serpina

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  3. Danke für das tolle Interview! Es hat Spaß gemacht, es zu lesen!

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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