7. April 2017

*Rezension* Evolution-Die Stadt der Überlebenden von Thomas Thiemeyer






Titel:           Evolution

Autor:         Thomas Thiemeyer

Verlag:       Rubikon Audioverlag

Laufzeit:       460 Minuten

Schmetterlinge:  3




Ahnungslos reisen Lucie und Jem mit einer Austauschgruppe in die USA. Doch als ihr Flugzeug am Denver Airport notlandet, wird ihnen schnell klar: Die Welt, wie sie sie kennen, gibt es nicht mehr. Die Flugbahn überwuchert, das Terminal menschenverlassen, lauern überall Gefahren. Sogar die Tiere scheinen sich gegen sie verschworen zu haben: Wölfe, Bären, Vögel greifen die Jugendlichen immer wieder in großen Schwärmen an. Was ist bloß geschehen? Während ihrer gefahrvollen Reise durch die neue Welt erfahren sie von einem Kometeneinschlag. Und von ein paar letzten Überlebenden in einer verschollenen Stadt. Aber wie sollen sie die erreichen, wenn die ganze Erde sich gegen sie verschworen hat? …



Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Wie immer ist Mark Bremer ein sehr angenehmer Sprecher, mit einer weichen Stimme, der es dem Zuhörer einfach macht der Geschichte zu folgen. Es macht Spaß zu lauschen und er schafft es immer die Atmosphären in den Büchern richtig einzufangen und die Betonungen Punktgenau zu setzen. Ich mag nicht viele Sprecher, aber Mark ist einer meiner Lieblinge.
Das Buch und die Geschichte allerdings waren sehr durchwachsen. Ich war anfangs voller Euphorie. Ein Haufen Jugendlicher landet durch einen Unfall bei einem Flug plötzlich in einer anderen Zeit. Die Menschheit scheint ausgelöscht, alles ist vereinsamt. Das Einzige was es noch gibt sind die Tiere. Aber die scheinen völlig von Sinnen zu sein und greifen immer wieder an. Selbst friedliche Arten sind total aggressiv. Was ist hier nur los?
Die gruppe macht sich auf den Weg herauszufinden was hier passiert ist und finden dabei heraus, dass es scheinbar noch Überlebende gibt. So machen sie sich auf den Weg diese Überlebenden zu finden, doch der Weg dorthin birgt einige Gefahren.
Leider gebinnt die Geschichte ab hier für mich sehr kurios zu werden und unrealitisch. Ihr denkt euch jetzt bestimmt, wie ich etwas, was mit Zeitreisen zu tun habe lese, wenn ich es unrealitsisch finde. Aber es geht weniger um die Zeitreisen als das drumherum. Die Ursache für all die verrückten Tiere ist mir einfach zu kurios. Auch wenn alles plausibel und gut erklärt wird konnte ich damit nichts anfangen und mich damit nicht identifizieren. Es klang alles mehr wie ein schlechter Scherz als ein ehrlich gemeintes Zukunftsszenario. 
Für mich wurde die Story dann auch leider recht lahm und auch der Showdown ließ stark zu wünschen übrig. Spannung war hier leider keine mehr vorhanden.
Die Charaktere sind alle irgendwie seltsam. Ich konnte zu keinem eine Verbindung aufbauen Lucie und Jem sind die Hauptakteure aber auch die beiden erlangen keinen Tiefgang. Sie bleiben blass, reden nicht wie Jugendlich in dem Alter und verhalten sich auch nicht immer so. Auch mit ihrer "Beziehung" gehen sie meiner Meinung nach sehr seltsam um und es entstehen Gespräche zwischen den beiden, da möchte ich mir nur an den Kopf packen.
Niemand in dem Alter unterhält sich so.
Der Stil war leicht und locker, wie er für ein Jugenbuch eben sein sollte und ich kam gut mit ohne zu viele Gedanken investieren zu müssen. Aber die Geschichte hat mich nicht gefordert und mich auch nicht abgeholt. Ich glaube wenn Mark nicht der Sprecher gewesen wäre und mich mit Hilfe seiner Stimme mitgezogen hätte, hätte ich das Buch abgebrochen, weil es für mich zu skuril und flach ist.
Wer auf abgefahrene Zukunfstszenarien steht, der könnte hier eventuell genau richtig sein, denn die Idee dahinter ist so definitiv noch nicht da gewesen.
Es war nicht alles schlecht und die Grundidee sowie die Welt, in der die Gruppe landet finde ich toll gemacht. leider hapert es hier etwas an der Umsetzung!

Vielen Dank an den Rubikon Audioverlag für das Rezensionsexemplar



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