10. Juli 2016

*Rezension* Book of Lies von Teri Terry





Titel:           Book of Lies

Autor:         Teri Terry


Verlag:       Coppenrath

Seiten:       400

Bewertung:  3 Schmetterlinge






Quinn und Piper sind Zwillinge, doch sie sind sich noch nie begegnet. Erst als ihre Mutter bei einem tragischen Unfall stirbt, treffen sich die Schwestern auf der Beerdigung. Piper ist begeistert und fasziniert. Für sie ist Quinn der Schlüssel zu einem uralten Familiengeheimnis. Doch Quinn ist voller Misstrauen. Warum wurde sie ihr Leben lang von ihrer Schwester ferngehalten? Schlummert in ihr tatsächlich eine dunkle Seite, vor der sie ihre Mutter und Großmutter immer gewarnt haben? Ist sie eine Gefahr für Piper? Während Quinn ihre Vergangenheit hinter sich lassen will, vergräbt sich Piper immer tiefer in die Mythen und Prophezeiungen, die sich um ihre Familie ranken – und tritt damit ein Inferno los.



Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht. Wie immer hat es Teri Terry geschafft mich mit ihren Worten total in ihren Bann zu ziehen und ich wollte mehr davon! Die Stimmung ist düster und dramatisch, wird man doch direkt mit einer Beerdigung konfrontiert. Doch genau das ist es, was man als Leser braucht, denn diese Stimmung zieht sich durch das ganze Buch und man wurde schon auf den ersten Seiten mit einer Dosis geimpft um diese Gefühle nicht mehr zu verlieren.
Quinn und Piper sind beide sehr unterschiedlich wie ich finde und mein Herz schlug die ganze Zeit schon immer mehr für Quinn  als für Piper, denn Piper ist genau sie Sorte Mensch, die ich nicht mag. Sie wurde verhätschelt von hinten bis vorne und hat alles in ihrem Leben bekommen, ohne sich dafür anstrengen zu müssen. Und genau das weiß sie auch. Sie hat gar keine Ahnung vom wirklichen Leben und wie grausam dieses manchmal sein kann, bis sie auf Quinn trifft.  Und genau aus diesem Grund ist Quinn mir sympathischer, denn sie musste schon immer selbst im Leben klar kommen und hatte nichts. Das wenige bisschen was sie besaß war hart erarbeitet. Quinn weiß Dinge einfach zu schätzen. Trotzdem haben sich die beiden gut ergänzt und auch wenn Piper mit auf die Nerven ging, ließ sich das Buch so weg lesen, ohne das ich mich an ihr mehr als nötig gestört hätte.
Leider kam für mich nach dem rasanten und düsteren Anfang dann eine ziemlich lange Flaute, in der gefühlt nichts passiert ist. Mir fehlten einfach die wichtigen Informationen, nicht einmal Häppchenweise wurden diese geliefert. Irgendwann war es frustrierend für mich, denn ich bin immer weiter auf der Stelle getreten, ohne zu wissen was Teri nun von mir will und vor allem wohin sie mich entführen will. Es wurde dann zeitweise anstrengend weiter zu lesen und ich habe den roten Faden verloren.
Die Story driftet dann auch immer weiter ins unnatürliche und mystische ab, was ich an sich gerne mag, mich aber hier irgendwie gestört hat, weil die Umsetzung da ein wenig auf der Strecke geblieben ist. Ich finde es schwierig zu beschreiben, denn es war nicht direkt schlecht, aber bei mir konnte auch der Funke nicht so richtig überspringen, irgendwie hat immer irgendetwas gefehlt. Aber so richtig greifen und beschreiben kann ich dieses Etwas nicht. 7
Mir war auch ehrlich gesagt das Ende zu vorhersehbar, Viele Dinge habe ich schon geahnt, einfach weil die Geschichte ja irgendetwas brauchte um eine dramatische Wendung zu bekommen. Das war leider schade, ich hätte mir da einen gößeren Überraschungseffekt gewünscht.
Ich finde Teri Terry ist sich selbst in diesem Buch nicht ganz gerecht geworden. Sie hätte das besser gekonnt, da bin ich fest von überzeugt. Dennoch war es eine solide Geschichte mit Hand und Fuß, die eben hier und da ein wenig geschwächelt hat in meinen Augen.
Sie hat sich mit Book of Lies in ein neues Gebiet gewagt und in diesem Gebiet ist es eben schwer etwas zu Papier zu bringen, was wirklich überzeugt und den Leser bis zum Ende packt!
Für mich ist ihr dies hier nicht gelungen. Für Leser, die das erste Mal ein Buch von ihr lesen wollen würde ich eher ihre anderen Bücher empfehle, denn die waren überragend!



1 Kommentar:

  1. Ahoy Nadja,

    mich konnte Teri Terry auch dieses Mal wieder vollständig überzeugen, auch wenn sie ein neues Genre erforscht. Dieses Spiel aus Lügen und Dunkelheit, dieses mysteriöse... einfach genial!


    Ich lasse dann mal frech meinen Link und sonnige Grüße da, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2016/07/book-of-lies.html

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