5. Januar 2018

*Rezension* Angstmörder von Lorenz Stassen






Titel:         Angstmörder

Autor:        Lorenz Stassen

Verlag:       Heyne

Seiten:       352

Schmetterlinge:  5




Als der notorisch erfolglose Anwalt Nicholas Meller die junge Nina empfängt, die sich bei ihm bewirbt, wird schnell klar: Nina sieht genauso gut aus wie auf dem Bewerbungsfoto, und – sie trägt einen körperlichen Makel. Ihr rechter Arm ist zurückgebildet. Ebenso schnell wird klar: Nina ist eine starke Frau, die kein Mitleid duldet und sich durchs Leben kämpft. Beide ahnen nicht, dass ihre Schicksale schon bald durch dramatische Ereignisse verschmolzen werden. Sie geraten in den Fall um einen unheimlichen Mörder, der seine Opfer mit chirurgischer Präzision einkreist und brutal umbringt. Was niemand weiß: Der Angstmörder hat sein nächstes Opfer schon ausgewählt ...


Ich hatte mal wieder Lust auf einen Thriller und habe mich deswegen einfach von meinem Bauchgefühl und vom Klappentext leiten lassen. So bin ich zu Angstmörder gekommen und ich muss sagen, ich bereue meine Entscheidung nicht.
Der Einstieg viel mir schon leicht und war spannend, ich wollte das Buch kaum noch weg legen. Der Autor schafft hier eine einzigartige Atmosphäre, die völlig schnörkellos zurecht kommt. Nichts wird übertrieben ausgeschmückt, es werden nur die notwendigen Details beschrieben.
Unterstützend kam noch dazu, dass das Buch aus zwei verschiedenen Sichten geschrieben wurde. Ich mag es total als Leser auch ein wenig aus der Perspektive des Mörders zu lesen und diese Geschichten gefallen mir immer mit am Besten. Also schon mal ein eindeutiger Pluspunkt.
Dr Autor schafft es auch die Charaktere sehr echt wirken zu lassen und ich konnte mich perfekt in die einzelnen Szenen hinein versetzen. Es war fast, als wäre es meine eigenen Geschichte. Als wäre ich nicht nur der stumme Zuschauer in diesem Roman, sondern mittendrin.
Für mich persönlich hätte es ruhig noch ein wenig blutiger und brutaler sein können, erst Recht, wenn das Buch unter dem Genre Thriller läuft. Allerdings ist das kein wirklicher Kritikpunkt. Trotzdem sollte man das vielleicht wissen, bevor man sich darauf einlässt, weil viele werden diesen typischen Thriller Touch an der Stelle vielleicht vermissen. Ich fand die Story trotzdem gut und auch die brutalen Szenen konnten mich überzeugen, wenn ich mir auch an dieser Stelle mehr Details gewünscht hätte. Aber vielleicht bin ich hier auch einfach zu sehr verwöhnt vom Festa Verlag.
Ich konnte bsi zum Ende auch nicht durchschauen, wer hier nun der Täter ist und wie die einzelnen Stränge zusammen laufen. Für mich war das Ende also eine große Überraschung. Genau solche Thriller liebe ich, denn oft genug ahne ich vorher schon zu viel und versaue mir damit selbst das Ende. Hier hat es der Autor aber geschafft mich bis zum Ende hinzuhalten.
Für mich ist dieses Werk ein gelungener Debütroman, zu dem man gerne greift, wenn einen, wie mich, die Thriller Lust plötzlich packt und man nicht mehr weiß was man lesen soll.
Die Geschichte ist spannend geschrieben, völlig ohne Längen. Man jägt dem Mörder hinterher ohne zu wissen was man eigentlich tut und wird am Ende mit einem Showdown und vor allem logisch zusammenlaufenden Fäden belohnt und geht glücklich und ohne offenen Fragen aus der Geschichte raus. Auch ein Punkt der mir persönlich wichtig ist. Ich möchte am Ende nicht irgendwo in der Schwebe hängen sondern ich möchte, dass der Auto mir letztlich alles erklärt und ich keine Fragen mehr habe die noch übrig bleiben. Das wurde hier auch sehr gut gelöst und es hat einfach Spaß gemacht durch die Seiten zu fliegen.

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!




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