17. März 2016

*Rezension* Wer war Alice? von T.R. Richmond





Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice?


Am Anfang fand ich den Aufbau des Buches total spannend und hatte wirklich richtig Lust drauf, mal wieder etwas anderes zu lesen. Die Geschichte wird nicht in einem Fließtext erzählt, sondern sie besteht aus verschiedenen Teilen, Briefen, E-Mails, Twitter Posts, Zeitungsauschnitten etc.. Ich mag auch zwischendurch ganz gerne Chatromane und dachte mir, dann kann diese Geschichte ja nicht verkehrt sein. Und die Inhaltsangabe hat spannende Lesestunden versprochen.

Leider kam ziemlich schnell die Ernüchterung. Die Geschichte war alles, aber nicht spannend. Die einzelnen Figuren, auch Alice, sind durch den Stil völlig auf der Strecke geblieben. Trotz Alice Tod hatte die Geschichte keinerlei Tiefgang, die Charaktere sind alle blass geblieben, keiner war sympathisch. Im Gegenteil, der Autor hat es geschafft, dass ich am Ende gegen jeden Einzelnen Antipathien hatte. Die Story war irgendwie nicht vorhanden. Klar man war zusammen mit Cooke auf der Suche nach Alice Mörder, denn ein Selbstmord war ausgeschlossen. Aber so richtig ist an dieser Front nichts passiert. Man wird hin und hergeworfen und auch die Zeitsprünge zwischendrin haben mich teilweise einfach nur verwirrt.

Von einem Schreibstil kann man dann hier leider auch nicht wirklich sprechen, die wenigen Texte die etwas länger waren, haben mich fast zum einschlafen gebracht und das gesamte Buch war eigentlich nur ein einziger Kampf. Ein Kampf bis zur letzten Seite vorzudringen.

Ich weiß gar nicht, was ich noch groß zu diesem Buch sagen soll. Eigentlich habe ich in diesen kurzen Sätzen schon alles gesagt, was es zu sagen gibt, denn über Bücher in denen nichts passiert, kann man auch nicht viel sagen. Es klingt zwar hart, aber für mich war die "Geschichte" reine Zeitverschwendung und bis jetzt mein absoluter Flopp des Jahres. Man hätte so vile daraus machen können, doch das Potenzial blieb leider ungenutzt.

Ich würde eigentlich nicht mal einen Punkt vergeben, aber eine Null ist bei uns nicht vorgesehen, also gibt es hier an dieser Stelle die schlechteste Wertung für ein leider wirklich schlecht umgesetztes Buch.

Kommentare:

  1. Hallo Nadja,

    hui, das war wohl nichts und ich hätte es schon fast auf die WL gesetzt. Das muss ich mir unbedingt noch einmal näher anschauen. Danke für die Rezi!

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. Guten Morgen :)
    Verdammt! Mir ist dieses Buch gestern erst aufgefallen und ich wollte es unbedingt haben! Gott sei Dank habe ich vorher deine Rezension gelesen :) Trotzdem muss ich sagen, überlege ich dennoch das Buch zu lesen, um mich evtl selbst davon zu überzeugen wie schlecht es war :D Kennst ihr das Gefühl?
    LG
    Nadine

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  3. Huhu,
    ach wie doof, dass es dir so gar nicht gefallen hat. Bin erst heute morgen auf die Geschichte aufmerksam geworden und natürlich war ich total neugierig, nachdem ich erfahren hab, wie das Buch geschrieben ist. Aber das bringt ja alles nichts, wenn es trotzdem total öde ist. Daher wird es das Buch wohl eher nicht auf meine Wunschliste schaffen...
    Schade um die tolle Idee

    Alles Liebe, Nelly

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  4. An alle :)
    Also ich hatte wirklich Lust auf die Geschichte und hab mich total gefreut, weil ich gerne Bücher lese die besonders aufgebaut sind. Aber es zieht sich wirklich. Gerade die Briefe von Crooke sind furchtbar langweilig und ich hätte mir die Lesezeit besser für was anderes aufgespart.

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  5. Wieder mal ein Buch, wo man merkt, das bestes Marketing nicht immer gleich guter Inhalt ist :(
    Hätte nicht gedacht, dass es so durchfällt und iwie bin ich froh, es noch nicht geholt zu haben.

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  6. Hallöchen,

    habe die Rezension verlinkt, hoffe das ist ok :D

    Ich kann mich der Meinung anschließen.
    Die Grundidee fand ich so toll und war echt gespannt drauf. Dann war es aber langweilig und mit den Charakteren konnte ich so gar nichts anfangen.

    Meine Rezension

    Nadine ♥

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