21. November 2016

*Rezension* wie ein Fisch im Baum - von Lynda Mulally Hunt




Titel:          Wie ein Fisch im Baum

Autor:        Lynda Mulally Hunt

Verlag:       Randomhouse cbt

Seiten:       304

Bewertung:  3 Schmetterlinge

Ally ist elf Jahre alt und eine Einzelgängerin. An der Schule ist sie als Freak bekannt und den Lehrern ein Dorn im Auge. Dabei geht es Ally nur um eins: Um jeden Preis ihr Geheimnis zu wahren – sie kann weder lesen noch schreiben. Da kommt ein neuer Lehrer in die Klasse, Mr. Daniels. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern beobachtet er Ally genau und findet bald heraus, dass Ally an einer Lese-Rechtschreibschwäche leidet und gleichzeitig hochintelligent ist. Langsam lernt Ally, ihm zu vertrauen und schließt nebenbei Freundschaft mit zwei anderen Außenseitern. Gemeinsam widersetzen sie sich mutig dem Mobbing ...



Ich habe dieses Buch auf der Neuerscheinungs-Liste meiner Lieblingsbloggerinnen entdeckt. Sie hatte es als interessant eingestuft, und da mich Cover, Titel und Klappentext dann auch sofort angesprochen haben, MUSSTE ich es einfach lesen. 

Trotz dass es so wenige Seiten hatte, hab ich dann aber echt lange an dem Buch gehangen. Es wollte mich nicht so richtig packen und hat mich einfach immer wieder zurückgeworfen. Besonders die erste Hälfte war doch recht langwierig. 

Die Autorin arbeitet mit sehr kurzen Sätzen, was das ganze immer etwas abgehackt wirken lässt. Auch die Kapitel sind sehr kurz gehalten, was den Effekt des "Abgehackten" noch verstärkt hat. 

Oft sind die Überschriften recht lang, danach kommt viel freies Feld und auch die Kapitel enden dann mit ein oder zwei Sätzen auf der Seite und der Rest ist frei. So kriegt man für sein Geld nicht mal wirkliche 304 Seiten, sondern fasst man es zusammen, sind es vermutlich deutlich weniger. 

Mich konnte es auch emotional nicht packen. Das "Geheimnis" und das "Anfreunden" und die "Diagnose" - all die Highlights die der Klappentext verspricht, passieren schon auf den ersten Seiten, so dass ich mich recht schnell gefragt habe was denn da noch kommen mag. Und leider kam dann halt auch nichts mehr. Die Geschichte plätscherte so vor sich hin. Oft wurden Gefühle GENANNT, aber nie VERMITTELT. Man konnte manche Sachen lesen, aber es war emotional nicht gut verpackt. Es kratzte nicht mal an der Fassade, sondern schwamm nur so über der Oberfläche. 

Ally und ihre Freunde waren zeitlos, die Charaktere spiegelten generell das wieder, was in jeder Klasse vertreten ist - die Nerds, die arrogante Klassenqueen, das kleine Dummchen und die Ausländerin. Damit bediente die Autorin dann gleich die ganzen Klischees. 

Vermutlich wollte sie aufzeigen dass aus jedem etwas werden kann, doch hierfür fehlten dann auch eher die wahren Begebenheiten, zeitweise war es dann etwas too-much. 

Alles in allem ging die zweite Hälfte dann deutlich schneller zu lesen, aber so richtig spannend wurde es zu keinem Zeitpunkt. Die Problematik wurde für mich zwar nicht durch den Dreck gezogen und man merkte auch dass es der Autorin Ernst war, aber es berührte mich einfach nicht. 

Von mir gibts 3 von 5 Schmetterlingen. Man hätte mehr draus machen können!


Kommentare:

  1. Hey =)

    Ich fand das Buch richtig großartig. Schade, dass es für dich etwas schwergängig war bzw. too much. Den Eindruck hatte ich überhaupt nicht. Ich habe nur so an den Seiten geklebt. Ich war total gerührt und habe mit Ally mitgefiebert. So viele tolle Charaktere in diesem Buch. Mir hat es sehr gefallen =)

    LG
    Anja

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  2. Hallo :)

    Ich kann mich Anja nur anschließen: Ich fand das Buch auch großartig. Allerdings finde ich deine Meinung sehr interessant und gut begründet. Daher habe ich deine Rezension in meiner verlinkt, wenn du nichts dagegen hast. :)

    Liebste Grüße
    Ellen
    xbooktraveler.wordpress.com

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