13. Juni 2016

*Rezension* Sternenwald von Julie Heiland




Titel:           Sternenwald

Autor:         Julie Heiland

Verlag:       Fischer FJB

Seiten:       384

Bewertung:  4 Schmetterlinge


Inhalt:
Nach „Bannwald“ und „Blutwald“ jetzt „Sternenwald“, der dritte Teil der phantastischen Trilogie mit Robin und Emilian von Erfolgsautorin Julie Heiland. Das spannende Finale der phantastischen Saga um Macht und Liebe in einer gnadenlosen Welt. 

„Du brauchst einen Plan. Du brauchst jemanden, der dir hilft. Nur so hast du eine Chance!“

Robin ist entschlossen, die die sie liebt zu retten. Doch wenn du dafür dein Leben geben musst – was wirst du tun?
„Gib auf, Robin. Du entkommst mir nicht.“ Immer noch hört Robin Birkaras‘ leises Flüstern und Emilians Schreie. Doch auch wenn Robin nichts anderes will, als Emilian sofort aus der Gewalt ihres Vaters zu befreien, weiß sie, dass sie es nicht alleine schaffen kann und Hilfe braucht. Wer wird an ihrer Seite sein? (Quelle: Fischer FJB)



Sternenwald ist Teil drei, und damit der finale Band, der Trilogie von Julie Heiland. 
Rund um die 12 Sternenstämme und ihr Ungleichgewicht haben wir die Protagonisten Robin und Emilian nun ca 1000 Seiten lang begleitet, lieben und schätzen gelernt. Aber auch die Momente in denen man die beiden gerne mal kräftig geschüttelt hätte, blieben nicht aus. Davon gab es besonders in diesem dritten Band besonders viele. 
Die ersten beiden Bände habe ich wirklich mit Genuss gelesen und regelrecht verschlungen. Zwar war auch der dritte Band sehr kurzweilig, und es kam zum Glück keine Langeweile auf, aber trotzdem häuften sich die Szenen die einfach sehr abgedreht und unwirklich wirkten. Ich hatte ein paar mal wirklich den Gedanken im Kopf "Gut, dass das der dritte Band ist, dann weißt du wenigstens nach der letzten Seite auch, dass es vorbei ist." Die Autorin hat mit dem Band hier den Absprung in allerletzter Sekunde geschafft. Vielleicht hätte man es sogar in zwei Büchern als Dilogie zusammenfassen können, aber das möchte ich nun mal nicht beurteilen. 
Alles in allem ist der dritte Band schon gut, und hat die Trilogie sehr gut abgeschlossen, dennoch wären manche Passagen auch mit etwas weniger spektakulärem Funkenregen passend und gut gewesen. 

Stilistisch ist auch an diesem letzten Band nichts auszusetzen. Frau Heiland versteht es, ihre Leser um den Finger zu wickeln und sie zu fesseln. Allerdings gab es ein paar Wendungen bei denen ganz offensichtlich der Leser auf die falsche Fährte gelockt werden sollte - was dann letztlich aber nicht geglückt ist. Ich wusste sehr früh wie es ausgehen wird, und daher kam auch nicht so richtig Spannung auf. Die fehlende Spannung ist für mich aber dennoch kein Minuspunkt, da mir das Buch im Gesamten trotzdem nie langweilig wurde und ich immer gut weiterlesen konnte. 

Ich mag es, wenn Geschichten mich schon auf den ersten Seiten fesseln und einfach nicht mehr loslassen, wenn ich nicht mittendrin das Gefühl habe, "genug von ihnen" zu haben. Und das ist der Autorin gelungen. Ich habe mich äußerst gut unterhalten gefühlt. 

Die Orte waren sehr düster und magisch beschrieben, so wie es auch perfekt passte und wie es denke ich auch sein sollte. Die Orte und Stimmungen passten immer sehr gut zum jeweiligen Geschehen. 

Auch haben wir hier nochmal andere Sternenstämme und ihre Anführer, damit auch neue Handlungspersonen und - orte kennengelernt, was ich wirklich gut fand. So kam nochmal frischer Wind in diesen Band. 

Der Ausgang am Ende war gut, es blieben keine Fragen mehr offen, für mich muss niemand traurig aus dem Buch aussteigen. Ich fand es zwar unrealistisch, aber dennoch irgendwie passend. 

Für den missglückten Versuch mich als Leser auf die falsche Fährte zu locken und die teilweise wirklich sehr abgedrehten Passagen ziehe ich einen Schmetterling ab und vergebe 4 Schmetterlinge für diesen finalen Band der Trilogie. Für die Trilogie im Gesamten gibt es aber dennoch die Höchstpunktzahl von 5 Schmetterlingen und eine Leseempfehlung!

Vielen Dank an Fischer FJB für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares! 


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