20. August 2013

*Rezension* der Algorithmus der Liebe von Laurie Frankel

Sam und Meredith haben sich über einen Algorithmus gefunden, den Sam programmiert hat. Einen Algorithmus, der wahre Liebe und Seelenverwandtschaft findet.
Als kurz darauf Merde's Großmutter stirbt, bettelt sie Sam an, ihr zu helfen. Da dieser ja ein wahres Genie als Programmierer ist, schreibt er einen Algorithmus, der auf sämtlichen online Aktivitäten zu Lebzeiten der Person basiert. Dieser ermöglicht dann die virtuelle Kommunikation mit dem verstorbenen, bzw. mit der Projektion dieser toten Person, die der Algorithmus aufgrund der ihm vorliegenden Daten erstellt.

Doch ist so etwas wirklich ein Segen um mit den verstorbenen in Kontakt zu bleiben udn nicht trauern zu müssen, nicht zu leiden, oder ist es eine Strafe, weil man gar nicht erst trauern darf?




Darauf muss sich wohl jeder selbst eine Antwort geben, was für ihn persönlich besser wäre.
Wir lernen in diesem Buch beide Seiten der Charaktere kennen.

Ich fand den Schreibstil sehr angenehm, es war flüssig und obwohl es sich mit einem solch schweren Thema beschäftigt, doch leicht geschrieben.
Die Charaktere waren soweit alle ganz sympathisch, auch wenn man kaum etwas von ihnen erfahren hat.
In manchen Punkten empfand ich besonders Meredith als sehr naiv.

Den Namen Merde finde ich persönlich ganz furchtbar, wo doch allgemeingültig die französisch-deutsche Übersetzung bekannt ist.... Nicht gerade gelungen.

Ansonsten muss ich leider sagen, dass ich das Buch nicht wirklich spannend fand. Man wurde in einen Moment geschmissen und ging im Endeffekt auch fast dem gleichen Moment wieder aus dem Buch heraus. Es beinhaltete keine wirkliche Geschichte, keine Entwicklung, es passierte nichts. Das führte dann auch dazu, dass es an manchen Stellen doch recht langatmig wurde und man auch leicht gelangweilt von den immer wiederkehrenden Sätzen und Phrasen und Szenen war.

Nichtsdestotrotz muss ich sagen dass ich das Buch sehr genossen habe. Ich habe mich drauf gefreut Zeit zu haben und weiter zu lesen.
Der negative Punkt ist mir eigentlich erst auf die allerletzten Seiten so wirklich bewusst geworden.

Ich habe lange überlegt ob ich dem Buch 3 oder 4 Sterne geben möchte, aber weil ich dann ja doch recht schnell durch war und es mich immer wieder zum weiterlesen motivieren konnte, habe ich mich für 4 Sterne entschieden!

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