12. Februar 2015

*Rezension* wir wollten nichts. wir wollten alles



Zwei Leichen werden aus dem Fluss gezogen, aneinander gekettet mit Handschellen. Liam und Louise. Vereint in ewiger Liebe, die keinen anderen Ausweg gefunden hat. Es war Selbstmord. Doch Louises Eltern, insbesondere ihr Vater verzweifeln daran, nicht zu wissen, warum ihre Tochter diesen Schritt gewagt hat. Gorm macht sich also auf die Suche nach Spuren der letzten Tage seiner Tochter um zu verstehen und um endlich Frieden mit sich selbst, seiner Tochter und seiner Frau schließen zu können. Wir gehen mit ihm auf die Reise und lebn mit Louise ein Leben, das unter die Haut geht.


Das Buch rollt die Geschichte quasi von hinten auf. Wir lernen die beiden Protagonisten von Anfang an kennen, wie sie sich kennen und lieben gelernt haben, wie sie zusammengehalten haben und unterschiedlicher Meinung waren, und wie sie in einen Sumpf aus Machenschaften gerieten, die sie immer tiefer hinab zogen, bis die beiden keinen anderen Ausweg mehr hatten.

In rasanter Dramatik werden wir von den Autoren in die Geschichte gezogen, die eine Unglaublichkeit nach der anderen offenbart und immer wenn man denkt das gibts doch gar nicht, wird noch eins drauf gesetzt. 
Es erscheint zu keiner Zeit aufgesetzt oder überspitzt, sondern könnte wirklich in der heutigen Gesellschaft genau so passieren, was dem ganzen Thema noch viel mehr Drama verleiht. 

Als Leser hatte ich das Gefühl gar nicht mehr aufhören zu wollen, wollte immer weiter an Liam und Louise's Schicksal teilhaben und in ihre Geschichte eintauchen. 

Mit einer tollen Wortwahl und wahnsinniger Spannung wurde hier eine Emotionalität vermittelt, mit der ich niemals gerechnet hatte. Das ist wirklich ein unglaublich gutes Zusammenspiel gewesen. 

Auch sowohl die Protagonisten als auch die Nebencharaktere sind sehr ausführlich und spannend gezeichnet, so dass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann. 

Zwischendurch ist die Geschichte immer mit der Trauer der Eltern und Angehörigen gespickt, was es total authentisch macht. Man hat hier wirklich den Blickwinkel auf alle Fakten, sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit. 

Das Buch hat mir super gut gefallen und ich würde es jedem nur empfehlen zu lesen! Ein wahres Sahnestück der Jugendbuchbranche!

5 / 5 möglichen Schmetterlingen!



Kommentare:

  1. Hey,
    schöne Rezension. Ich freue mich auf "Wir wollten nichts. Wir wollten alles", aber damit lasse ich mir noch ein wenig Zeit. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" klingt noch in mir nach. :)
    Viele Grüße, Emmi

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    1. danke :) das schicksal hat mich nicht so sehr berührt wie alle immer schwärmen... irgendwie ist dieser hype einfach an mir vorbei gegangen :)

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  2. Schöne Rezension, sehr hilfreich. Freut mich das dir das Buch so gut gefallen hat :))

    Liebste Grüße aus Hamburg
    Jenny von http://jemasija8.blogspot.de/

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  3. Ich habe gestern mit dem Buch begonnen und der Schreibstil gefällt mir sehr. Einerseits kann ich es kaum erwarten, die ganze Geschichte zu erfahren, andererseits macht mir eben dieses Düstere, von dem alle immer in ihren Rezis sprechen, schon Angst :-)

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