13. Juli 2015

*Rezension* Der Tag als wir begannen die Wahrheit zu sagen - von Susan Juby


Klappentext:
Das Leben ist nichts für Feiglinge...
… denken sich die drei Freunde Dusk, Neil und Normandy, zu Beginn des 11. Schuljahres und starten ein gewagtes Experiment: Einmal jede Woche wird abwechselnd einer der drei einem Menschen aus ihrer Schule eine Frage stellen, die bisher keiner auszusprechen wagte, obwohl alle nach der Antwort lechzen.
Hasst die ewig grantige Sekretärin wirklich alle Schüler, ist der schöne Tyler jetzt schwul oder nicht, nimmt der Freak aus der 12. Drogen und hat die Coole aus dem Langlaufteam mit einem ihrer beiden Teamkollegen was oder gar mit beiden? Was die drei besten Freunde allerdings damit lostreten, hätten sie nie geahnt. Ein kluges Buch über Freundschaft, Liebe und die Frage, was wir mit uns und unserem Leben anfangen und, was das eigentlich alles zu bedeuten hat.


Ich war anfangs etwas verwirrt von dieser Geschichte... Hier gibt es ein Mädchen, dass einen Comic "erfunden" hat, in dem sie über einfach alles und jeden herzieht. Ihre Familie, ihre Freunde, die ganze Schule - niemand kommt dabei wirklich gut weg. Alles wird überspitzt und übertrieben dargestellt, ohne eine gewisse Ironie. So kann wirklich niemand darüber lachen - ich übrigens auch nicht... Das Thema an sich war mir nicht sonderlich gutgesonnen muss ich sagen, denn sowas ist für mich wirklich nicht schön. Das sollte niemand erfahren müssen. Ich habe ja immer einen Hang dazu eine Buchstory mit dem realen Leben zu vergleichen, und sowas geht mir dann einfach zu nahe. 
Trotzdem führt das hier zu einem guten Leben für die junge Dame, denn aus Angst noch mehr im schlechten Mittelpunkt dieses Comics zu stehen, passen sich natürlich alle IHR an und jeder versucht es ihr so recht wie möglich zu machen. 
Zum Glück wandelt sich das ganze dann aber schnell, denn das ist nur die Vorgeschichte. Auch ihre Schwester Normandy ist ein wahres Kunsttalent. Als sie dann zur Abschlussarbeit an der Kunsthochschule eine Art Aufsatz einreichen soll, entsteht eine tolle Geschichte. Und diese Geschichte ist hier in Form eines Buches für uns Leser abgedruckt.

Das ist leider aber nicht unbedingt nur positiv. Man muss bedenken dass die Protagonistin hier ein junges Mädchen ist, und genauso liest sich auch das Buch: von einem jungen nichtsahnenden Mädchen geschrieben. Die Sprache ist SEHR leicht, oft fehlt der ganzen Story einfach das gewisse etwas. Es plätschert alles so vor sich hin. Auch die Protagonistin ist eher seicht. Sie ist sehr schüchtern und zurückhaltend, was irgendwann so nervig wird, dass man das Bedürfnis hat ihr mal gehörig in den Hintern zu treten.

Auch die anderen Protagonisten waren da leider nicht viel besser…. Was dann dazu führte, dass mir das Buch anfangs noch sehr gut gefallen hat, mich dann aber super schnell gelangweilt hat – und ich es am liebsten eigentlich gar nicht mehr zu Ende gelesen hätte. Hab mich dann aber doch irgendwie durchgequält und weiß jetzt auch gar nicht wirklich was dazu zu sagen….
Ich hoffe es hat anderen einfach besser gefallen...

Von mir gibt es 2 von 5 Schmetterlingen.





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