11. Juli 2014

*Rezension* Stigmata von Beatrix Gurian


Emma versinkt in ihrer Trauer. Sie hat ihre geliebte Mutter bei einem tragischen Autounfall verloren und ist nu ganz alleine. Ihren Vater gibt es schon lange nicht mehr. Sie gibt sich voll und Ganz ihrer Trauer hin und verschanzt sich in ihrem zu Hause. Doch eines Tages erreicht sie ein seltsames Päckchen, mit einem leeren Fotoalbum. Auf der letzten Seite wird Emma nund aufgefordert: Finde die Mörder deiner Mutter. Emma ist schockiert, der Tod ihrer Mutter war doch ein Unfall, oder etwa doch nicht? Warum hätte irgendjemand so etwas tun sollen, war ihre Mutter doch das liebste Geschöpf auf Erden. Doch bald findet Emma eine heiße Spur, die sie zu einem Elite Camp führt. Dieses Camp findet auf einem alten Schloss in den Bergen statt. In diesem Schloss findet Emma immer mehr Hinweise auf die Vergangenheit. Ist das etwa die Vergangenheit ihrer Mutter und kann sie so Licht ins Dunkle bringen?




Das Buch macht von außen schon wahnsinnig viel her! Es ist in grün gehalten mit silberner Schrift und macht sich wahnsinnig toll im Regal! Doch nicht nur das, auch von Innen ist es ein Hingucker. Die Fotos die Emma im Laufe ihrer Suche findet sind alle auch im Buch abgebildet und unterstützen noch einmal die tolle gruselige Atmosphäre. Immer am Kapitel Anfang gibt es ein paar grüne Verschnörkelungen. Das Buch ist aus verschiedenen Sichten geschrieben. Einmal im Hier und Jetzt und dann gibt es noch einmal Kapitel aus der Vergangenheit, die man an der stärkeren Verschnörkelung erkennt und die auch jedes Mal statt mit einer Kapitelüberschrift mit einem biblischen Satz beginnen. Wirklich wahnsinnig toll und liebevoll gestaltet und alleine dafür hat das Buch schon 5 Sterne verdient :)
Doch auch der Inhalt ist klasse! Auf den ersten Seiten lernt man Emma kennen. Doch man lernt nicht ihre lebenslustige Seite kennen, sondern wir als Leser treffen sie direkt in ihrem tiefsten Schmerz vergraben. In der Trauer um ihre Mutter, die sie fast nicht mehr atmen lässt. Doch genau diesen Einstieg habe ich mir hier gewünscht denn so bin ich Emma auf den ersten Seiten schon emotional total nahe gekommen und das macht sie super sympathisch für mich und gibt mit die Möglichkeit mit ihr um ihre Mutter zu trauern und sie so lieben zu lernen.
Emma ist trotz ihrer Taruer eine sehr starke Person. Zwischenzeitlich wird sie zwar von einigen Selbstzweifeln geplagt, gerade was die Beziehung zu ihrer Mutter angeht, doch alles in allem kämpft sie sich tapfer durch ihre traurige Situtation und setzt später alles daran heraus zu finden wer ihre Mutter auf dem Gewissen hat. Ich liebe die Art einfach wie Emma alles für ihre Mutter tun würde und ich mag die Verbindung zwischen den beiden, denn man merkt sie sehr sie sich geliebt haben müssen und vor allem wie sehr Agnes ihre Emma geliebt haben muss!

" Das Leben ist ein Sterben. Es sind die vielen kleinen Tode.die dem Leben einen Sinn geben."

Ach die anderen Charaktere konnten bei mir punkten. Sie sind alle liebevoll gestaltet und die Autorin hat hier kein Detail ausgelassen, sodass man sich allen sehr nahe fühlt und gerne mit ihnen durch das Schloss streift.
Die Atmosphäre in diesem Buch ist durchweg gruselig. Allein das alte Schloss in dem sich die Hauptszenarien abspielen hat mir eine Gänsehaut bereitet und die Fotos haben das Ganze wirklich wunderbar abgerundet! Ich konnte das baufällige Schloss mit den furchtbar alten Toiletten vor mir sehen und hatte die ganze Zeit diesen muffigen Geruch in der Nase, den solche Gebäude verströmen! Die Autorin erschafft wirklich ein wunderbar schauriges Ambiente, in dem man sich als Leser dennoch wohl fühlt und sich gerne schauern lässt.
Ich konnte von der ersten Seite an mit rätseln und fand es super, das ich nicht direkt von Anfang an alles wusste sondern mehr als einmal mit meinen Vermutungen in eine Sackgasse gelaufen bin und die Autorin das Ruder im richtigren Moment in eine völlig andere Richtung gelenkt hat. Ich hatte wirklich bis zum Ende keinen richtigen Durchblick und ich finde genau so sollte es hier sein!
Einmal in die Hand genommen konnte ich dieses Buch kaum mehr aus der Hand legen! 
Abschließend muss ich jedoch sagen, dass mir das Ende etwas zu rund war und irgendwie hat mir am Ende noch mal der besondere Kick gefehlt. Ich kann es gar nicht so richtig in Worte fassen, aber für das Ende hätte ich mir doch noch mal eine besondere Wendung gewünscht, die noch überraschender gewesen wäre...
Deswegen gibt es für mich nur 4 statt 5 Schmetterlingen! Aber dafür eine wirklch dicke Leseempofehlung, denn das Buch hat mir mit Aussehen, Schreibstil und Story einige Stunden versüßt und ich konnte mich prima darin verlieren!

" Du darfst nicht zulassen, dass die Schatten dein Leben zerstören. Was zählt, ist allein die Liebe. Die Liebe zum Leben, die Liebe zu anderen Menschen und die zu dir selbst!"


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