1. August 2014

*Rezension* die Achse meiner Welt - von Dani Atkinson


Inhalt:
Rachel ist jung, beliebt, verliebt und wird in wenigen Wochen ihr Traumstudium beginnen. Perfekt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der ihr alles nimmt. Sie verliert den besten Freund, ihre Zuversicht und die Balance. Jahre später wird ihre Welt zum zweiten Mal auf den Kopf gestellt. Denn als sie nach einem schweren Sturz im Krankenhaus erwacht, ist ihr Leben plötzlich so, wie sie es sich immer erhofft hat. Die damalige Tragödie hat es anscheinend nie gegeben. Ihr bester Freund lebt und ist an ihrer Seite. Wie kann das sein? Und wie fühlt sich Rachel in ihrem neuen Leben – mit dem Wissen über all das, was zuvor geschah?


Wie ganz viele andere, habe auch ich dieses Buch als Rezensionsexemplar im Rahmen der Aktion bekommen.
Man wurde regelrecht heiß gemacht auf das Buch. Und alles ging mit der Frage einher: "Was würdest du tun, wenn das Leben dir eine zweite Chance geben würde"?

Wenn man so auf etwas gestoßen wird, hat man natürlich gewisse Erwartungen. Von denen kann auch ich mich nicht freisprechen. Ich habe großes von diesem Buch erwartet, eine regelrechte Tragödie und Dramatik, gepaart mit wahnsinniger Emotionalität.
Ich hatte wirklich gedacht, dieses Buch könne mein Highlight 2014 werden.
Um es vorweg zu nehmen: Nein. Das wurde mir nicht geboten.

Aber das ist gar nicht so schlimm, denn im großen und ganzen kann ich trotzdem nur wenig Kritik anführen.



„Weil ich dich verloren hatte. Weil du mich gerettet hast und dabei selbst ums Leben gekommen bist. Du kannst dir gar nicht vorstellen wie mich das fertiggemacht hat. Du glaubst nicht, wie sehr du mir gefehlt hast.“ (Zitat aus "Die Achse meiner Welt")


Rachel, Matt und Jimmy als Protagonisten in diesem Buch haben mir sehr sehr gut gefallen. Sie waren authentisch, haben gelitten, gelacht, geliebt, ihre Emotionen gelebt. Man konnte sich als Leser sehr gut in diese Figuren hineinversetzen, auch wenn sie mich persönlich nun nicht in dem Ausmaß mitgerissen haben, dass ich die Emotionen wirklich GESPÜRT habe.
Auch die Schauplätze waren wirklich gut beschrieben, so dass man sich alles sehr gut vorstellen und nachempfinden konnte im Kopf. Ein guter Schauplatz für ein tolles Kopfkino!

Von der Geschichte an sich hatte ich irgendwie etwas ganz anderes erwartet. Jedes Kapitel endete mit einem mehr oder weniger schlimmen Cliffhanger, was einen das Buch letztlich in einem Tag lesen lässt, weil man doch immer "noch schnell das nächste Kapitel" lesen möchte, um zu wissen, wie es weiter geht :) An Spannung mangelt es dieser Geschichte wirklich nicht.

Dennoch war mir nach nur wenigen Seiten (so um die 50), schon klar, wie das ganze enden wird, worum es geht... Und ich wurde in meiner Vorahnung leider bestätigt: es endete tatsächlich zu 100% so, wie ich es erwartet hatte.
Wenn ich schon am Anfang das Ende kenne, weil es sehr durchschaubar ist, dann ist das meist doch sehr traurig, weil man immernoch auf "das besondere" hofft.

Zudem habe ich eine Sache, die mich massiv gestört hat, und ich möchte darauf hinweisen, dass das eventuell nun ein Spoiler sein könnte, also wenn ihr gar nichts aus dem Buch wissen wollt, dann überspringt bitte den mit Sternchen gekennzeichneten Abschnitt!



*****
*****
*****
wirklich geärgert hat mich die Tatsache, dass anfangs dann immer wieder und wieder betont wird, dass wenn die Symptome auftauchen, sie sofort zur Untersuchung muss. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Ärzte ihr gesagt haben "Rachel, wenn Symptom X und Y auftreten, dann hast du vermutlich "KrankheitXYZ" und musst sofort zur Kontrolle".
Es gab fast NICHTS in dem Buch, was mich mehr interessiert hätte, als die Frage: WAS HAT SIE?!?!?!?!?!?!?!
Und ausgerechnet das, wurde nicht aufgelöst... ich dachte erst das würde dann wohl ganz am Ende nochmal erwähnt (da mir ja klar war, wie es ausgeht...), aber wurde es nicht. Das hat mich echt sowas von gestört und mir auch viel von dem positiven Gefühl des Buches genommen.

******
******
******

Nun geht es abschließend spoilerfrei weiter :)
Für die massive Störung in dem Buch muss ich leider einen Stern abziehen. Am Liebsten würde ich sogar 2 abziehen, aber dann nur 3 zu geben wäre mir doch zu wenig, weil der Rest wirklich super war.



„Es gibt im Leben keine Garantien, Rachel. (…) Unfälle und Krankheiten brechen einfach über uns herein, wir können nichts dagegen tun. Mein Beruf ist manchmal gefährlich, und man kann sich auch ernsthaft verletzen, wenn man morgens aus dem Bett steigt. Trotzdem dürfen wir nicht zulassen, dass die Angst unser Leben bestimmt.“ (Zitat aus "die Achse meiner Welt")


Also gibt es für die Achse meiner Welt von mir 4 Sterne/Schmetterlinge und eine klare Leseempfehlung - wenn man nicht unbedingt medizinisch interessiert ist. Denn das wird leider etwas hinten an gestellt, obwohl es ein Hauptthema sein sollte.

1 Kommentar:

  1. Ein schönes Buch ala "Peggy Sue hat geheiratet" Film.

    LG..Karin..

    AntwortenLöschen