16. Mai 2017

*Rezension* Mysterium von Federico Axat






Titel:           Mysterium

Autor:        Federico Axat

Verlag:       Atrium

Seiten:       432

Schmetterlinge:  4




Als der erfolgreiche und todkranke Geschäftsmanns Ted McKay beschließt, sich selbst das Leben zu nehmen, bekommt er Besuch von einem Fremden, der ihn überredet, einen Mord zu begehen. Er willigt ein – und findet heraus, dass ihm sein Auftraggeber etwas Wichtiges verschweigt. Ted beschließt, die ihm verbleibende Zeit zu nutzen, um das Geheimnis des Fremden zu ergründen. Doch wie kann man die Wahrheit finden, wenn die eigene Welt eine einzige Lüge ist?




Ehrlich gesagt fand ich das Buch einfach nur verwirrend. Es war wohl als kluger Schachzug vom Autor gedacht um den Leser ständig auf falsche Fährten zu locken, mich hat es ehrlich gesagt einfach nur durchgehend genervt.
Man springt hier ständig mit Ted durch die Zeit hin und her und erlebt mit ihm die Minuten in  denen er sich umbringen will immer wieder und auch das Geschehen danach, Nur verändert sich immer irgendetwas, bis man nicht mehr weiß wo oben und unten ist. Eigentlich habe ich mir das super spannend vorgestellt, war es aber dann doch leider nicht.
Ich kann nicht mal sagen, dass der Schreibstil an sich mir nicht gefallen hat, im Gegenteil, davon war ich eigentlich sogar ziemlich begeistert. Ich mag es wenn Autoren sich auf das Mindeste reduzieren und nicht alles bis zum Ende ausschmücken. Schreibstil technisch ist dieses Buch also kein Reinfall gewesen, aber der Aufbau der Geschichte und auch die damit verbundene Auflösung waren einfach zu hoch für mich. Ich hatte nur noch Fragezeichen im Kopf und bin nicht mehr mit gekommen. Scheinbar bin ich schon am Anfang des Buches hängen geblieben ohne es mir selbst eingestehen zu wollen.
Das große Problem ist, dass durch diese Verwirrung für mich die Spannung einfach völlig auf der Stecke geblieben ist. Es hat sich einfach gezogen und ich habe ewig dran gelesen und musste mich immer wieder zwingen das Buch in die Hand zu nehmen um weiter zu kommen.
Ich kann mich nur den anderen eher schlechten Meinungen zu diesem Buch anschließen: Die Aufteilung in vier Teile ist hier völlig fehl am Platz und die Teile zusammen ergeben gar keinen Sinn und passen auch nicht zusammen und nehmen der Geschichte jegliche Spannung, die für einen Thriller eigentlich vorhanden sein müsste.
Die Grundidee ist super und auch der Schreibstil an sich konnte mich überzeugen aber leider hapert es hier an allen Ecken an der Umsetzung. Ich glaube hier wurde vom Autor zu viel auf einmal gewollt und zu viele verschiedene Sachen gemixt und am Ende ist eben eher ein schlechter langweiliger Roman dabei heraus gekommen. Schade, ich hatte mich sehr auf das Debüt gefreut und gehofft mal wieder einen packenden Thriller zu lesen, der mich an den Nägeln kauen lässt!

Vielen Dank an den Atrium Verlag für das Rezensionsexemplar!


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