16. Mai 2017

*Rezension* Underground von S.L. Grey






Titel:           Underground

Autor:        S.L. Grey

Verlag:       Heyne

Seiten:       384

Schmetterlinge:  3





Ein tödliches Grippevirus grassiert in den USA. Während Chaos um sich greift, flieht eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen in einen unterirdischen Luxusbunker – das Sanctum –, ihre eigene, sich selbst versorgende Welt. Doch schon bald befeuern Abschottung und Enge erste Spannungen unter den Bewohnern. Als der Erbauer des Bunkers tot aufgefunden wird, bricht Panik aus. Mit ihm ist der Code zum Öffnen der Türen verloren. Der Sauerstoff wird knapp. Die Wasservorräte schwinden. Der Kampf ums Überleben beginnt.




Ich weiß gar nicht was ich über das Buch und seine Geschichte groß erzählen soll.
Irgendwie habe ich mit einem eher dystopischen Roman gerechnet, in dem alle um das Überleben gegen die Viren kämpfen und einen erbitterten Kampf führen. Aber die Story ist ihren eigenen Weg gegangen, der mich dann leider nicht wirklich überzeugen konnte.
Für mich war schon der Einstieg schwierig und ich war zuerst einmal verwirrt. Irgendwie wurde hier an Erklärungen wirklich gespart, was ich schade finde. Ja ich möchte nicht sinnlos viel hören, aber ein bisschen mehr hätte es schon sein dürfen. Hinzu kommt noch das Bedienen sämtlicher Klischees, wenn es um die "Bewohner" des Sanctums geht. Man hat das Gefühl jede Macke ist vertreten und einer ist irrer als der andere.
Ehrlich gesagt bin ich hier selbst im Zwiespalt ob ich das nun gut oder schlecht finden soll. Ob es mich nervt oder mich unterhält.
Für mich war es auch einfach zu viel auf einmal. Ich mag es nicht wenn Bücher von zu vielen Charakteren erzählt werden, das sorgt bei mir nur für Verwirrung und die Spannung leidet meiner Meinung nach arg darunter. Es war hier irgendwie fast schon ein bisschen wie eine Komödie so seltsam haben sich die einzelnen Leute in diesem Bunker verhalten.
Durch die Masse an Charakteren war es auch schwer jeden einzelnen auszuarbeiten und so konnte ich zu keinem einen Bezug erlangen, mich mit keinem identifizieren, es blieb alles irgendwie platt und eindimensional.
Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach die falschen und ich konnte mich dadurch nicht wirklich ganz auf die Story einlassen.
Ich finde die Grundidee klasse und auch die Charaktere haben etwas für sich aber leider fehlt hier überall der Feinschliff und die Ausarbeitung. Es wirkt so halb fertig und mal schnell dahin geschrieben. Ich konnte mich nicht fallen lassen und die Spannung blieb eindeutig auf der Strecke. Von Thriller hatte das ganze für mich nicht mehr viel.
Schade eigentlich, denn ich hatte hohe Erwartungen an das Buch!

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!




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