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Bloggen?! Warum überhaupt?

Hallöchen ihr Lieben,

irgendwie küsst mich im Moment dauernd die Muse und mir kommen durch Alltagsgespräche mit anderen Bloggern oder Autoren ständig Ideen für einen Blogbeitrag in den Kopf! Klingt jetzt so, als wäre das etwas Schlechtes, ist es aber gar nicht, im Gegenteil, es mach riesigen Spaß!
Vor ein paar Tagen brandete bei uns in der Blogger WhatsApp Gruppe kurz ein Gespräch darüber auf, dass doch einige aktuell den Spaß am bloggen verloren haben  und eher selten Beiträge tippen, weil die Ideen und die Energie fehlen und weil irgendwie alles gerade doof ist und nervt.
Daraufhin habe ich mir selbst die Frage gestellt, wie ist das bei mir. Geht es mir ähnlich? Warum bin ich eigentlich Blogger geworden und hat sich meine Einstellung zum Bloggen im Laufe der Jahre geändert?
Diese Fragen und meine Antworten darauf würde ich einfach heute gerne mit euch teilen. Vielleicht macht es dem ein oder anderen ja Mut zu lesen, dass Tiefs beim Bloggen ganz normal sind. Ähnlich wie in einer Beziehung. Aber ich bin auch gespannt auf eure Geschichten dazu und wir ihr dem Thema Bloggen gegenüber steht. In meine Überlegungen fließen auch Argumente wie Neid und Missgunst ein, die einem schnell mal den Spaß an der Sache verderben können, auch wenn das Bloggen eine Herzensangelegenheit ist.


Wie sind wir zum Bloggen gekommen?

Bei Steffi und mir ist die Geschichte recht kurz und knapp erzählt. Wir haben schon immer viel gelesen und diese Leidenschaft schon von Anbeginn unserer Freundschaft miteinander geteilt. Hier wurden Bücher und Meinungen ausgetauscht und wir waren immer auf der Jagd nach neuen tollen Geschichten, die uns begeistern können. Aber irgendwann hat uns der Austausch untereinander einfach nicht mehr gereicht. Wir wollten uns einfach eine Plattform schaffen um unsere Meinung in die ganze Welt zu tragen. Irgendein Medium, welches wir dann auch zur Kommunikation nach außen benutzen können und wo andere auch ihre Meinung kundtun können. Da Steffi in eine ähnliche Richtung schon etwas Erfahrung sammeln konnte war also klar: Ein Blog muss her! Hier war natürlich klar, dass wir beiden das zusammen machen, denn wir machen eben einfach alles zusammen! :) So sind wir also zum Bloggen gekommen. Die Intension war einfach nur das Mitteilungsbedürfnis mit anderen und der Spaß daran Bücher zu besprechen und sich neue Themen auszudenken, kreativ zu sein. 

Hat sich diese Einstellung im Laufe unseres Bloggerdaseins geändert? 

Ja hat sie. Nicht das wir den Spaß verloren haben. Aber oft ist die Intension nicht mehr nur das Mitteilungsbedürfnis. Viele Dinge lernt man erst kennen, wenn man mal Blogger ist. Zum Beispiel andere Blogger und die damit verbundenen Buchmessen. Verlagsmitarbeiter und Autoren. Immer über die neuesten Bücher Bescheid zu wissen. Diese Dinge sind aktuell mein Antrieb. Zwischenzeitlich, als mein Geldbeutel wirklich sehr knapp war, muss ich ehrlich zugeben, dass ich froh war Blogger zu sein, wegen der Rezensionsexemplare. Anders hätte ich zeitweise meinem Hobby einfach nicht nachgehen können, durch diverse Jugendsünden die mir finanziell einiges abverlangt haben. Im Laufe der Zeit hat sich also mein Antrieb immer mal wieder gedreht und war ein anderer. Am heutigen Punkt sind es wirklich die anderen Blogger und die Messen, die mich immer wieder dazu bringen etwas zu schreiben und den Blog weiter mit Leben zu füllen. Denn ganz oft stehe ich an einem Punkt, an dem ich gerne alles hinschmeißen würde, weil mir die Zeit fehlt, die Ideen für andere Beiträge als Rezensionen.Versteht mich nicht falsch, der Spaß und auch die Lust sind da, aber ich habe oft das Gefühl, dass mich mein echtes Leben überrennt und einfach keine Zeit zum bloggen bleibt. Ich sehe dann immer andere Blogger, die so kreativ sind und denen fast täglich etwas Neues einfällt und die eine so riesige Community hinter sich stehen haben, dass man nicht anders kann, als vor Neid zu erblassen. Das führt mich auch schon direkt zu dem nächsten Punkt den ich noch gerne ansprechen möchte.

Neid und Missgunst in der Bloggerwelt?

Davon gibt es ja leider immer mehr. Und ich habe das Gefühl, je mehr Blogger aus dem Boden schießen, desto mehr Neid entsteht. Neid ist aber nicht immer unbedingt etwas Schlechtes, Neid kann auch oft anspornen. Motivieren endlich etwas Neues zu probieren. Man muss nur wissen damit umzugehen und vor allem sollte man IMMER sachlich bleiben und nie beleidigend werden. Ich bin wirklich oft neidisch. Neidisch auf Fotos die andere schießen (obwohl ich mich da auch schon wirklich verbessert habe und meine Fotos mir recht gut gefallen). Neidisch auf die Ideen anderer und dann auch immer sauer auf mich selbst, weil ich nicht so kreativ bin. Neidisch auf die Communitiy anderer Blogger, die scheinbar aus dem Nichts heraus plötzlich da ist, ohne das der Blogger etwas dafür getan hat. (Natürlich tut jeder Blogger etwas dafür und aktive Follower kommen nicht aus dem
Nichts, aber für jemand Außenstehendes sieht es oft so aus.)
In dem Gespräch in der WhatsApp Gruppe ist allerdings ziemlich klar herausgekommen, dass viele einfach genug haben von den Neidern. Genug von der Missgunst anderer. einfach genug von den Menschen, die sich nicht einfach mal gegenseitig etwas gönnen können. Es nervt einfach tausend Mal darüber nachdenken zu müssen ob man einen Beitrag jetzt so wie er ist schreiben kann oder ob man anderen damit auf die Füße tritt. Es nervt, dass man die eigene Meinung kaum noch irgendwie anbringen kann oder das andere es nicht schaffen, dies in einem freundlichen gesitteten Ton zu sagen.
Bloggen sollte eigentlich nicht von Neid zerfressen sein, sondern ein Miteinander sein, denn gemeinsam könnte man so viel erreichen.

Aber so "schlimm" das jetzt auch klingen mag. Menschen sind auch der Grund warum ich noch blogge und mir Mühe mache. Es gibt, wie in jeder Beziehung, immer wieder Tiefs, die es zu überwinden gilt. Denn eins ändert sich wohl nie: Meine Liebe zu Büchern und die daraus entstandenen Freundschaften!
Und wenn auch nur ein Mensch meine Beiträge liest und daraus einen Mehrwert für sich erlangen kann, dann habe ich alles richtig gemacht! Denn ich schreibe nicht mehr, wie anfangs, für die Breite Masse, sondern ich schreibe für mich, um das was in meinem Kopf ist raus zu lassen! Und wenn ich damit andere erreichen kann, ist das ein wundervoller, positiver Nebeneffekt!
Share love, not war!
Bloggen ist ein Hobby, womit die meisten gar kein Geld oder nur ein paar Cent verdienen, ihr seid zu nichts gezwungen und es sollte sich auch nicht so anfühlen!  
Tut das, was EUCH glücklich macht und lasst euch nicht von anderen beeinflussen! 

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