22. September 2014

*Rezension* Linkshänderland von Lara de Simone



Das Linkshänderland ist eine virtuelle Welt, die neben unserer normalen Welt besteht. Natürlich nur zugänglich für Linkshänder. Trix ist 13 und hat das Glück eine Linkshänderin zu sein! Zudem ist man in dieser virtuellen Welt schon mit 12 erwachsen. Kaum zu glauben für die junge Trix. Nun muss sie sich daran gewöhnen von einem Tag auf den anderen zwei Leben zu führen - ihr rales und das Leben im LHL. Hilfe erlangt sie dabei von Liam. Er ist 16 und fungiert als Mentor für Trix. Beide haben das gleiche Ziel, sie wollen die Ausbildung zum Spion abschließen. Doch dies ist für die beiden nicht ganz ungefährlich, denn ihr erster Auftrag führt sie direkt zu den Aufständigen, die sich gegen das System im LHL aufbäumen. Für die beiden steht nicht nur die Freundschaft auf dem Spiel, sondern auch ihr Leben ist in Gefahr...




Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Das Cover spricht an und auch der Klappentet macht Lust auf mehr. Doch schon nach den ersten paar Seitren wurde diese Vorfreude gedämpft. Die Geschichte konnte mich einfach nicht abholen und ich habe mich gefühlt wie jemand der im Regen steht und auf den Bus wartet der nicht kommt. Einfach enttäuscht. Ich mag den Schreibstil nur mäßig. Er ist relativ platt und gerade die Dialoge sind meiner Meinung nach recht plump und unausgereift. Auch die Charaktere sind für mich ohne große Liebe zum Detail gezeichnet und so richtig lernt man keinen von ihnen kennen. Die Einzige die heraus sticht und einem das Buch etwas versüßt ist Trix. Ich mag ihre quirlige und auch etwas aufmüpfige Art mit einem Hauch von Naivität. Sie war sehr erfrischend zwischen diesen trostlosen Zeilen und hat mir immer wieder den Mut und vor allem auch die Lust gegeben weiter zu lesen und nicht aufzugeben. Mit dieser Protagonistin hat die Autorin Pluspunkte bei mir gesammelt. Die anderen sind neben Trix irgendwie einfach nur unscheinbar und man hat auch nicht wirklich das Bedürfnis sich auf sie einzulassen.
Als die Geschichte dann etwas in Fahrt kam und Liam und Trix endlich ihren Spionage Auftrag bekommen haben, keimte in mir wieder ein kleiner Samen Hoffnung auf. Ich dachte wirklich es kommt der riesen große tolle Showdown und alle Fragen werden geklärt, Happy End mit Liebesstory. Doch leider blieb auch das aus. Es entstand kein richtiger Spannungsbogen und die Story plätscherte so dahin, erreichte dann irgendwann scheinbar den Höhepunkt, doch der war dann auch schnell wieder verschwunden. Das Ende war ziemlich vorhersehbar und ich vermisse wirklich die tolle Teenager Liebesgeschichte auf die ich mich so gefreut haben. Ich finde auch am Ende bleiben einfach noch zu viele Sachen ungeklärt. Zwar soll dieses Buch kein Einzelband sein, aber doch finde ich, dasss ein Teil einer Reihe irgendwie abgeschlossen sein muss. Hier ist das leider nicht der Fall. Doch leider gibt es auch keinen spannenden Cliffhänger der einen die Nägel zerkauen lässt. Man hängt als Leser einfach son in der Luft herum.

"Manchmal ist die Wahrheit besser ausgehoben wenn sie verschwiegen bleibt"  Seite 344

Ich finde die Grundidee hinter der Story wirklich gut. Ich meine es ist zwar nichts neues eine Prallelwelt zu der realen zu erschaffen, aber ich fand die Idee das diese Welt nur für Linkshänder bestehen soll wirklich klasse. Ich habe so viel davon erwartet und man hätte auch so viel aus dieser Story heraus holen können...
Ich bin richtig enttäuscht, ich glaube das merkt man auch :) Es ist einfach jedes Mal traurig, wenn man sich tierisch auf ein Buch freut und die Erwartungen dann leider nicht erfüllt werden.
Alles in allem war es nicht das schlechteste was ich jemals gelesen habe, jedoch ist diese Geschichte für mich noch stark ausbaufähig. Ich schwanke schon die ganze Zeit hin und her zwischen 2 oder 3 Schmetterlingen, aber ich denke ich werde mich für 3 entscheiden, da mir das Cover und die Grundidee total gut gefallen. Und nicht zu vergessen Trix, die ich wirklich ins Herz geschlossen habe!




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