29. September 2014

*Rezension* Lysitheas Erbe von Simone Müller


Valeria ist glücklich mit ihrem Leben und vor allem glücklich mit Jamie. Doch dieses Glück bekommt einen Knacks, als Valeria im Urlaub von einer fremden aufgesucht wird, die ihr begreiflich machen möchte, dass Valeria nur ihr Gedächtnis verloren hat und eigentlich die rechtmäßige Kaiserin von Lysithea ist. Nun steht Valeria vor einer schweren Entscheidung. Kann sie Jamie auf der Ersde zurücklassen um die Unruhen die ihre Mutter auf ihrem Heimatplaneten verursacht zu bekämpfen? Kann Valeria dem Druck standhalten und einen Weg zurück zu ihrer großen Liebe finden?




Lysitheas Erbe ist mir auf Grund seines absolut atemberaubend schönen Covers ins Auge gefallen und meine Neugier war geweckt. Ich wollte unbedingt wissen was es mit Lysithea auf sich hat.
Die Geschichte hat mich auf den ersten paar Seiten schon in ihren Bann gezogen und ich wusste mich wird ein wundervolles Fantasy Spektakel erwarten. Auch der Schreibstil konnte mich für sich gewinnen, der Lesefluss wurde nur durch einige Schwächen in der wörtlichen Rede unterbrochen. Teilweise verwendet die Autorin hier Floskeln die für mich nicht in einem Buch stehen sollten, obwohl ich sie im wahren Leben mehr als einmal benutze.
Besonders toll fand ich den Schauplatz Lysithea und seine Bewohner. Alle Charaktere wurden mit sehr viel Liebe zum Detail beschrieben, so wie auch die einzelnen Handlungsorte. Man hatte immer ein klares Bild vor Augen und das Kopfkino ist mit gelaufen.
Dies ist der Auftakt einer Reihe und als dieser funktioniert er perfekt. Er macht Lust auf mehr und endet aber trotzdem für den Leser erträglich und somit wird das Warten nicht allzu lange in die Länge gezogen.
Als Leser wurde ich mit auf eine Reise genommen in eine Welt voll mit Drachen und Magie, genau so wie ich es gerne lese. Teilweise war die Handlung dann doch etwas langatmit und kam ins Stocken durch längere Dialoge die man vielleicht hätte abkürzen können und die Charaktere haben sich meiner Meinung etwas zu oft an ihre Tasse Tee geklammert. Jedoch ist dies das Erstlingswerk der Autorin und als solches war es wirklich abgerundet in der Story und lässt nur hier und da Platz für ein wenig Kritik.
Schön fand ich auch die Sprache der Magie die hier verwendet wurde, somit hat die Autorin noch einen einzigartigen Teil in der Geschichte hinzugefügt, der nur ihr gehört. Die Worte der einzelnen Sprüche waren fantasievoll und treffend gewählt. Ich habe als Leser selbst immer wieder auf neue Worte in der Sprache der Magie hingefiebert und zusammen mit Valeria gelernt.
Ebenso die tiefe Liebe zwischen ihr und Jamie hat mich berührt und mich mitgerissen. Ich habe das ganze Buch lang mit den beiden gefiebert und auf ein Happy End für die beiden gehofft, habe ich sie doch beide sehr lieb gewonnen!
Durch die vielen verschiedenen Charaktere konnte man sich auch als Leser auf jeden Fall mit einem dieser identifizieren, was für mich persönlich wichtig ist. Ich möchte jemanden haben an dem ich mich entlanghangeln kann und der gewisse Eigenschaften besitzt, die ich auch besitze, so fühle ich mich einfach mehr in die Geschichte integriert. Vor allem aber fühlte ich mich dadruch gut augehoben.
Für mich also ein durchaus lesenswerter erster Teil einer Trilogie. Hier und da noch etwas ausbaufähig und doch hat man als Leser Lust auf mehr. Ich kann euch das Buch nur ans Herz legen und hoffe das ihr euch auch so für diese fantasievolle ferne Welt begeistern könnt.
Ich gebe gerne 4 von 5 Schmetterlingen, da es noch nicht perfekt war!



Kommentare:

  1. Hm, irgendwie eine komisch/interessante Geschichte...5 Jahre einfach weg und man ist zu dem auch so eine Kaiserin von einer ferne Welt....

    LG..Karin..

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  2. Ich stimme dir größtenteils zu - allerdings finde ich, dass oft auch zu spontan/ unüberlegt gehandelt wird...

    LG, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/

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