16. September 2014

*Rezension* Versprich mir einen Kuss von Anna Fricke



Julia verliert ihren Mann Tobias bei einem Autonunfall und hat mit ihrem eigenen Leben danach eigentlich schon abgeschlossen. Für sie macht nichts mehr einen Sinn bis sie auf Stephan trifft. Die zwei Freunden sich an und Stephan kann Julia tatsächlich ein wenig aus ihrer Lethargie befreien. Doch dann schlägt das Schicksal erneut zu und Julia will sich selbst eufgeben und ihrem Mann Tobias in den Tod folgen. Stephan möchte dies nicht akzeptieren und lässt nichts unversucht um Julia das Leben wieder lebenswert zu gestalten. Wird dies funktionere? Kann er Julia neue Hoffnung schenken?




Die ersten 100 Seiten habe ich mich sehr schwer getan mit dem Buch. Ich bin irgendwie nicht richtig rein gekommen und auch die ganze Geschichte mit Tobias Tod un dem Wiedersehen mit Stephan ging mir ein bisschen arg schnell und ich hab mich ein wenig überrumpelt gefühlt. Doch irgendwann hatte die Geschichte mich gepackt und ich habe dieses Buch auch an einem Abend verschlungen.
Die Story an sich hat mir sehr gut gefallen. Es war nichts Neues, aber man kann eben das Rad nicht neu erfinden. Trotzdem waren die einzelnen Elemnte so gewählt, dass sie neu zusammengesetzt wurden und somit doch eine neue Geschichte ergeben haben. Ich hatte nur das Gefühl wenn man als Leser an einem Punkt angekommen ist wo man dachte: Wow, das kann doch nicht sein! Hat die Autorin immer noch einen oben drauf gesetzt, was mir die Stimmung immer ein wenig gedämpft hat. Teilweise habe ich so den Bezug zur ganzen Geschichte verloren weil ich nur noch darüber nachdenken konnte, das so was im echten Leben bestimmt nicht passieren würde. Ich weiß es ist eine fiktive Geschichte, da ein Großteil der Dinge die in diesem Buch passieren aber im wirklichen Leben auch so passieren könnten hätte ich mir da an manchen Stellen gewünscht die Füße tewas still zu halten. Weniger ist eben manchmal mehr.
Und doch war es irgendwann so weit, ich war verliebt in Stephan und konnte auch mit Julia trauern und ja gegen Ende musste ich mir auch ein Tränchen verdrücken. Damit hätte ich zu Beginn des Buches niemals gerechnet. Die Geschichte konnte mich letztendlich in ihren Bann ziehen und hat mich gepackt. Julias Leben ist aber auch ein einzieger Haufen Schicksalsschläge und deshalbt ist es umso schöner Stephan dabei zu beobachten wie er versucht alles möglich zu machen nur um Julia ein Lächeln zu schenken. Die beiden haben mich voll und ganz überzeugt. Ich frage mich nur wie viel von der Autorin in dieser Geschichte steckt, denn rein optisch scheinen sie und Julia schon mal übereinzustimmen.
Der Schreibstil war auch unerwartet gut. Deutsche Autoren neigen meist dazu alles so lange mit adjektibven auszuschmücken und jedes kleinste Detail eines Baumes zu beschreiben, bis sie die Geschichte tot geschrieben haben. Dies ist hier defintiv nicht der Fall! Man bekommt als Leser einen flüssigen einfachen Stil geboten in den man sich schnell hinein finden kann und somit ziemlich bald in einen angenehmen Lesefluss kommt.
Da das Buch für mich ein paar kleine Makel aufweist möchte ich nicht die volle Punktzahl geben und doch lohnt es sich die Geschichte zu lesen! Ich habe es nicht bereut und würde das Buch auch jederzeit weiter empfehlen!
Vielen Dank noch mal an Anne, die keine Kosten und Mühen gescheut hat um uns ihr Baby zu Verfügung zu stellen!


1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Hab eben in deinem Jahresrückblick gesehen, dass du das Buch gelesen hast...

    Ich hänge noch am Anfang (Seit 1,5 Wochen) rum und überlege wirklich, ob ich es zu Ende lesen soll, weil ich mich ständig über Dinge ärgere, die nicht stimmen oder passen (ist ja leider bei selbstverlegten Büchern immer mal wieder so, bei denen sich der Autor entweder kein Lektorat leisten konnte oder es eben für unnötig und überbewertet hält.(ist es nicht, nope!)...).

    Aber du machst mir Mut, ich kämpfe dann einfach mal weiter und hoffe, dass es besser wird und die Story mich doch noch packt.

    LG, Insi

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