13. April 2015

*Gelesen* Das Jahr in dem ich dich traf und Miss Vee



Ein Cecilia Ahern. Ich hab mich wahnsinnig auf ein Buch von ihr gefreut und bin wirklich mit Vorfreude in dieses Hörabenteuer (Ich habe es als Buch bei Audible gehört) gestartet. Aber ziemlich schnell wurde mir klar, dass dies nichts von dem sein wird, was ich erwartet habe. Mir fehlten die großen Gefühle oder der Tiefgang den ihre Bücher sonst mit sich bringen. Vielleicht konnte ich auch einfach kein Gefühl dafür entwickeln, aber bei mir ist rein gar nichts angekommen. Jasmine und Matt sind für mich zwei blasse Protagonistin, die sich durch nichts besonders auszeichnen. Und somit ist auch das Buch für mich nichts besonderes. Es sticht eben nicht aus der Masse heraus, wie ich das sonst von Cecilia gewohnt bin.
Anfangs war es auch schwierig der Geschichte zu folgen, weil so erzählt wird, als würde Jasmine Matt gerade einen Brief schreiben, indem sie eben sämtliche Zusammentreffen und ihrer beider Leben beschreibt, aber der Brief ist an Matt gerichtet. Dieser Stil hat mir gar nicht zugesagt und mich verwirrt.
Teilweise konnte ich an der ein oder anderen Stelle lachen, denn es passieren immer mal wieder (vorwiegend nachts) witzige Dinge, aufgrund dessen, dass entweder Matt oder Jasmine einen im Tee haben. Viel mehr hat die Story dann leider auch schon nicht zu bieten. Wir erleben mit Jasmine zwar wie sie ihr Leben und stellvertretend dafür ihren Garten umkrempelt, aber irgendwie hat mich das kalt gelassen. Auch Matt der nach und nach sein Leben umstellt um seine verlorene Familie zurückzugewinnen ist nicht gerade ein Sympathiebolzen und meist kann man sich nur mit der Hand an die Stirn klatschen wenn man erlebt was die beiden so fabrizieren.
Für mich ein langweiliges Buch mit langweiligen Charakteren, was ich wahrscheinlich nicht zu Ende gebracht hätte, wenn ich es nicht gehört hätte. Auf dem Weg zur Arbeit langweile ich mich meist und dann höre ich eben lieber ein schlechtes, als gar kein Hörbuch.






Das Cover ist wundervoll und auch der Klappentext verspricht eine lustige Familiengeschichte. Leider war dies auch hier nicht der Fall. Es herrscht Krieg und der kleine Noel soll nach dem Tod seines Vormunds in eine Pflegefamilie. Dies ist in Zeiten der Bomben Gang und Gebe. Vera, auch Vee genannt, ist kronisch pleite und erhofft sich von dem kleinen humpelnden Jungen ein paar Penny vom Statt zusätzlich, dafür dass sie in unterbringt. Auch dies ist normal. Man nimmt ein Kind auf und bekommt dafür Verpflegungsgeld. Doch auch das reicht Vee nicht und in ihr reift ein krummer Plan, bei dem Noel sie um jeden Preis unterstützen will.
Vee und Noel sind ein verrücktes Pärchen. Noel ist furchtbar altklug uns meistens hat man das Gefühl, dass er der Erwachsene in dieser Konstellation ist. Die beiden verstehen sich am Anfang überhaupt nicht und finden sich eher mit dieser Zweckgemeinschaft ab. Hier mochte ich die Charaktere wirklich sehr und schon bald beginnt man selbst die etwas seltsame und meistens schroffe Vee ins Herz zu schließen. Doch leider wurde aus den tollen Charakteren nichts herausgeholt. Die Story ist platt. Es geschieht eigentlich nichts. Man schaut ohne Spannung zu wie sich Möchtegern Mutter und Pflegekind irgendwie zusammen durch die schwierigen Zeiten schlagen und dabei feststellen, dass sie sich doch irgendwie mögen. Noel ist manchmal zu erwachsen und altklug, sodass die Gefühle auf der Strecke bleiben und Vee ist einfach zu verschroben.
Ich hatte wirklich mehr erwartet und mich leider auch vom Cover leiten lassen. (Auch dies ist ein Hörbuch bei Audible). Hätte ich mich mehr damit befasst und gewusst das es zu Zeiten des Krieges spielt, wäre es wahrscheinlich gar nicht erst in die Playlist gekommen. Vielleicht bin ich im Moment auch einfach nicht in Stimmung für solche Bücher und deswegen gehen die Gefühle die vermittelt werden sollen an mir vorbei. Ich weiß es nicht, jedenfalls war auch dieses Buch für mich ein Reinfall!




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