16. Januar 2016

*Rezension* die Nacht schreibt uns neu - von Dani Atkins



Klappentext: Emma macht sich bereit für ihren großen Tag. Die Wimperntusche in ihrer Hand zittert ein wenig, aber ein bisschen Nervosität ist ganz normal, oder? Beim Blick in den Spiegel tasten Emmas Finger automatisch nach der alten Narbe dicht unter ihrem Haaransatz. Das sichtbare Andenken an die Nacht, die ihr Leben verändert hat. Und nicht nur ihres. Emma erinnert sich: an den furchtbaren Unfall auf dem Heimweg von ihrem Junggesellinnenabschied, an den Tod ihrer besten Freundin Amy, an ihren Retter Jack, an Richards liebevolle Reaktion, als sie ihn gebeten hat, die Hochzeit zu verschieben. Und an alles, was danach kam. Schließlich klopft es an der Tür. Jemand ist gekommen, um Emma nach unten zu führen. Wer? Lassen Sie sich überraschen! 



Bereits „die Achse meiner Welt“ habe ich mit Begeisterung gelesen. Doch da war mir das Ende zu vorhersehbar, zu plump, zu „äähhh“. Ich gebe zu, dass ich bei diesem Buch hier Bedenken hatte, doch die waren vollkommen unbegründet.

Ich war während des Lesens zwar angespannt und habe immer wieder gehofft, dass dieses Buch einen anderen Stil Auflössung beinhalten wird, konnte mich aber dennoch in den außerordentlich guten Lesefluss fallenlassen. Frau Atkins weiß ihre Leser mit Witz, Charme und einer gehörigen Portion Spannung zu begeistern. Einmal angefangen, kann und will man gar nicht mehr aus der Geschichte aussteigen. 

Der Einstieg ins Geschehen mit einem dramatischen Ereignis ist ihr auch hier wieder absolut gelungen. Besonders schön fand ich, dass die Auflösung dieses Geschehens hier sogar fließend war und die Geschichte an einem Stück weiter ging. Bis zum finalen Schluss konnte ich nicht vorherahnen wie die Geschichte ausgehen wird, für wen sie sich letztlich entscheidet und was sonst noch so passieren wird. Ich hatte viele Ideen, aber keine hat sich wirklich klar kristallisiert und letztlich ist es auch ganz und gar nicht so gekommen wie ich dachte. Und wenn ich 10 Seiten vor Ende dachte „Gott sei dank, endlich weißt du wie es ausgeht“ – da hat Frau Atkins sogar ganz am Ende auf die allerletzten Zeilen noch einen draufgesetzt um mich und andere Leser zu begeistern. Das ist die wahre Kunst des Schreibens, hier hat die Autorin absolut ins schwarze getroffen. 

Endlich mal kein Jugendbuch, war dieses Buch trotzdem frisch und spritzig zu lesen, sprachlich genau richtig und nicht zu anspruchsvoll. 
Die Orte des Geschehens waren knapp gehalten, was aber perfekt gewählt war, denn so hat die Autorin sich die Zeit nehmen können jeden Ort unterschwellig detailgetreu zu beschreiben, ohne den Leser zu langweilen. 
Auch die Protagonisten sind einem unglaublich schnell ans Herz gewachsen. Besonders Jack und Amy habe ich zu lieben gelernt. Und einen verstorbenen Protagonisten, der nichtmal anwesend ist, dem Leser ins Herz zu katapultieren ist sicher nicht einfach. 

Von mir bekommt „die Nacht schreibt uns Neu“ volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung!




1 Kommentar:

  1. Huhu du,
    danke dir für die schöne Rezi! Nun freue ich mich umso mehr, dass ich das Buch auch schon hier habe und bald dazu greifen kann!
    Liebe Grüße, Petra von Papier und Tintenwelten

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