8. Januar 2016

*Rezension* Zeugenkussprogramm von Eva Völler


Emily, 17, kann es nicht fassen: Nur weil der neue Freund ihrer Mutter sich mit den falschen Leuten eingelassen hat, gerät ihr Leben in Gefahr. Sogar ein Personenschützer wird für sie abgestellt. Pascal, jung und gutaussehend, geht ihr mit seinem Machogehabe allerdings ziemlich auf die Nerven. Schließlich muss Emily sogar ins Zeugenschutzprogramm. Von der Großstadt geht's aufs Land, aber Idylle sieht anders aus! Auf einmal ist jeder verdächtig, und Emily weiß nicht, wem sie vertrauen kann. Nur auf Pascal ist Verlass, er bleibt ihr wichtigster Kontaktmann. Dumm nur, dass Emily und er sich ständig zoffen. Doch wie sagt schon ein altes Sprichwort: Was sich neckt ...
(Quelle: amazon.de)



Ich hatte ein bisschen Bedenken dieses Buch zu beginnen, denn die Meinungen waren eher durchwachsen bis schlecht. Am Ende habe ich mich dann aber doch dazu durchgerungen zu beginnen und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht!
Ich mochte Emmy von Anfang an, sie ist ein aufgewecktes junges Mädchen kurz vor dem 18. Geburtstag. Als Charakter hat sie genau die richtige Mischung zwischen kindlich naiv und erwachsen ohne nervig zu sein. Wobei das Buch generell mit allen Charakteren punkten konnte. Insbesondere mit Gerti, der Oma von Emmy. Die schreibt nämlich diese Liebeskitschromane, so genannte Groschenromen :) Und dafür diktiert sie in absolut jeder Lebenslage ihre Ideen in ein Diktiergerät und diese Ideen können dann auch schon mal ganz schön heiß sein :) Ich habe teilweise wirklich gelacht! Die Situation ist Todernst und Gerti packt ihr Diktiergerät aus und erzähle eine heiße Liebesnacht! Zum schießen! Auch Pascal ist super gewählt und von Anfang an ein Typ zum verlieben, ich hab mich selbst schon ein bisschen beim Schwärmen erwischt.
Die Idee mit dem Zeugenschutzprogramm und einer Liebe zwischen Emmy und ihrem Personenschützer ist sicher nicht neu, aber hier wurde sie neu und frisch erzählt.
Ich muss sagen, am Anfang hatte ich ein wenig Probleme mit dem Alter der beiden. Klar es musste so gewählt sein, damit Emmy noch minderjährig ist und nicht für sich selbst entscheiden kann, aber teilweise waren die beiden mir dann doch ein bisschen zu jung für die ganze Geschichte drumherum.

Der Stil ist einfach, locker und eben jugendlich. Ich finde die Sprache und den Stil, den die Autorin hier wählt sehr passend und leicht zu lesen. Ebenso fand ich die Länge der Kapitel recht angenehm. Immer 50 Seiten und nach sieben Kapiteln war man schon durch ohne es zu merken.

Alle die hier eine riesige Crime Story erwarten sind allerdings falsch. Ich finde dieses Buch bezieht sich eher auf den Kiss Teil :) Crime dient da nur als Mittel zum Zweck und verschwindet letztendlich etwas im Hintergrund. Trotz allem ist es spannend, aber auch sehr durchschaubar :) Klar, das Ende hatte noch die ein oder andere Überraschung parat, aber im Grunde genommen wusste man schon recht früh, wie die Geschichte ausgehen wird.
Ich denke, dass Buch ist eher für die jüngere Generation geeignet, die leichte Unterhaltung sucht mit wenig Anspruch. Aber genau das habe ich auch von dem Buch erwartet, weshalb es mich auch wirklich überzeugen konnte, gerade auch wegen der absolut ehrlichen und sympathischen Charaktere. Ich kann mich also der  breiten Masse nicht anschließen und fand die Geschichte wirklich gut und würde das Buch auch weiter empfehlen!

Vielen Dank an den Luebbe Verlag für das Rezensionsexemplar.

1 Kommentar:

  1. Hey Nadja,

    deine Rezi trifft es ganz gut, finde ich. Man muss sich darauf einstellen, dass der Crime-Anteil eher gering es und es mehr um Kiss geht. Mir hat das Buch trotzdem gut gefallen. Ich mochte die Charaktere sehr.

    Liebe Grüße
    Sandra

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