16. Oktober 2014

*Rezension* Die Rückkehr des Sandmanns von Markus Ridder


Sybs lebt zusammen mit ihrem Freund Mario und ihrem Kater Clooney in München. Sie führt ein ganz normales Leben. Jedenfalls für Außenstehende. Doch nachts ist Syby alles andere als normal. Sie weiß nicht woher es kommt, aber sie träumt die Träume anderer Frauen - jede Nacht. Im Laufe der Zeit hat sie gelernt damit zu leben und nennt die beiden Frauen die sie da jede Nachta begeleiten ihre Traumbegleiterinnen. Anfangs sind die Träume der Anderen auch recht normal doch mit der Zeit werden sie immer düsterer und Sybs lässt das Gefühl nich los, dass die beiden sich verfolgt fühlen oder vielleicht sogar verfolgt werden. Der Gedanke, dass ihre beiden Begleiterinnen in Gefahr sind festigt sich immer mehr in Sybs Verstand und in ihr wächst der Drang danach die beiden Frauen auch im realen Leben kennen zu lernen. Hätte sie gewusst welches Grauen sie selbst erwartet hätte sie diese Suche vielleicht nie begonnen...




Ich bin von diesem Buch wirklich positiv überrascht. Aufmerksam geworden bin ich auf Markus und sein Werk durch den empörten Aufschrei einer Bloggerin auf Grund seiner etwas makaberen Werbeaktion. Markus hat nämlich von einem seiner Charaktere aus dem Buch eine Todesanzeige verschickt und traf damit nicht unbedingt den Geschmack von jedem Empfänger. Nachdem ich dann diesen Aufschrei verfolgt habe hat mich die Neugierde gepackt und ich musste dieses Buch lesen - unbedingt! Nach einem kurzen Mailaustausch mit Markus hatte ich das Gefühl, dass er ein bisschen mehr von seinem Werk hält als er sollte. Ich wurde eines besseren belehrt! Er hält genau das von seinem Buch was es auch ist, ein spannender Thriller nachdem man besser das Licht anlässt.
Ich habe mich sehr schnell in dem Buch zurecht gefunden und schon auf den ersten Seiten war mir Sybs sympathisch. Gerade weil sie träumt und alle sie deswegen für verrückt halten. Sogar ihr Freund Mario denkt das sie ein wenig irre ist. Ebenso wie ich ist Sybs eine Katzenliebhaberin und auch ihr Kater Clooney ist mir sofort ans Herz gewachsen, trotz seiner eher etwas schroffen Art. Denn genau so ist meine Katze auch. Also hat Markus hier schon einmal die besten Voraussetzungen geschaffen um mir ein wunderbares Lesevergnügen zu bereiten!
Ich finde zum Schreibstil passt die Aussage, die sich auf der Rückseite des Buches befindet:
"Markus Ridder redet, wie er schreibt: schnörkellos. Er ist ein guter fantasievoller Schreiber." Süddeutsche Zeitung
Genau so habe ich es auch empfunden. Es gab keine wilden Ausschmückungen und Umschreibungen denn Markus hat es mit wenigen Worten auf den Punkt geschafft und seinen Charakteren ein einmaliges Leben mit immer wieder neuen spannenden Charakterzügen eingehaucht.
Die Story an sich hat mir auch sehr gut gefallen. Die Idee das Protas träumen und dadurch Dinge auch im realen Leben passieren ist zwar nicht neu, aber in diesem Buch war sie neu und lesenswert umgesetzt sodass ich mich auf keiner Seite gelangweilt habe.
Gerade zu Anfang des Buches habe ich plötzlich nachts sobald das Licht aus war Sachen gehört die wahrscheinlich nicht da waren und bin täglich noch ein zwei mal aufgestanden um nachzusehen woher die komischen Geräusche aus meiner Wohnung stammen, nur um festzustellen, das es da nichts gibt was Geräusche macht. Gänsehautfeeling pur! Genau so sollte es sein!
Ich weiß nicht ob hier ein zweiter Teil geplant ist, aber das Ende schreit geradezu nach einer Fortsetzung und wenn es eine geben sollte bin ich mehr als gespannt wie er dieses Ende in einem nächsten Band weiter führen will!
Ich bin auch mehrmals auf die falsche Fährte geführt worden in diesem Buch und habe den geschickt gestreuten falschen Hinweisen immer wieder Glauben geschenkt und war von dem Ende dann doch wirklich überrascht! Ein weiterer Grund dieses Buch unebdingt zu lesen!
Für mich also alles in allem eine wahnsinnig positive Erfahrung und ich bin froh bei Markus darauf beharrt zu haben das unser lila-rosa Blog auch zu seinem Buch passt :)
Volle 5 Schmetterlinge für einen lesenswerten Thriller! Und wie sagt Markus so schön:
Achtung, bitte nicht träumen!


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