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*Rezension* mein schlimmster schönster Sommer




Titel:           Mein schlimmster schönster Sommer

Autor:         Stefanie Gregg

Verlag:       Aufbau Taschenbuch

Seiten:       304

Bewertung:  4 Schmetterlinge

Erst wenn man alles loslässt, kann das Leben neu beginnen 

Als Isabel aus dem Krankenhaus entlassen wird, weiß sie, dass nichts mehr ist, wie es war. Zum ersten Mal ist sie spontan: Sie kauft einen VW-Bus und fährt einfach los. Eigentlich will sie in die Provence, aber dann kommt alles anders. Eine Reise beginnt, bei der sie Menschen trifft, denen sie sonst nie begegnet wäre, bei der sie ihr altes Leben loslässt und ein neues anfängt – und vor allem eines findet: die Liebe. 


Isabel kommt aus dem Krankenhaus zurück: die Diagnose ist niederschmetternd. Ein Tumor. Männerfaustgroß. Mitten in ihrem Körper. Wie es weitergeht, wird sie erst in zwei Wochen erfahren. Aber wie wartet man auf sein Todesurteil oder seine Lebenschance? Die sonst so rationale Isabel macht etwas, was sie noch nicht getan hat: spontan sein. Auf dem Rückweg vom Krankenhaus kauft sie kurzentschlossen einen alten VW-Bus und bricht auf. Eigentlich will sie in die Provence, aber dann kommt es anders. Es ist eine Reise, bei der sie Abschied vom Leben nimmt und ein ganz neues beginnt. 


(Quelle: Aufbau Verlag)

Dieses Buch kam sehr überraschend in mein Leben und war eine reine Bauch-Entscheidung. Als die Mail vom Verlag kam, ob ich das Buch rezensieren möchte, hab ich einfach ganz spontan ja gesagt - obwohl weder das Cover mich besonders überzeugt hat, noch der Titel irgendwie vielversprechend ist, und den Klappentext hab ich gar nicht erst gelesen. Aber alles in allem, hatte ich spontan einfach Bock drauf, und hab es mal kommen lassen.
Ich habs dann - entgegen meiner "to read Liste" einfach direkt angefangen - und was soll ich sagen, 280 von 304 Seiten hab ich in einem halben Tag weg-gesuchtet. :)

Aber von Vorne.
Die Charaktere waren mir einfach sofort total sympathisch. Ich kann entgegen des Klappentextes nicht sagen dass sie sich in der Story arg gewandelt hat und "ein völlig neuer Mensch" geworden ist - was sie aber auch meiner Meinung nach gar nicht musste. Isabel ist ein fröhlicher Mensch der das Leben anpackt, der sich über seine Situation bewusst ist und einfach das beste daraus macht. Natürlich zweifelt sie manchmal an ihren verrückten Aktionen - aber hey, wer würde das nicht tun? Alles in allem lässt sie ihre Art einfach realistisch und nicht aufgesetzt wirken.

Unterwegs trifft sie nicht nur ihre große Liebe, sondern auch das wahre Leben. Sie macht all das, was sie im grunde ihres Herzens schon immer machen wollte. Sie ist spontan, sie ist verrückt und sie erlebt unglaublich komische Dinge.

Anfangs hab ich mit den Augen gerollt, wenn wieder ein Klischee das nächste jagte, aber in der Summe war es einfach wahnsinnig spritzig und witzig.

Allein ihr voriger Lebensgefährte hat mir unglaublich leid getan, denn dieser hat tatsächlich eine Wandlung durchzogen, eine äußerst löbliche wie ich finde. Und ausgerechnet dieser Erzählstrang wurde nicht zu Ende geführt, was ich durchaus sehr schade fand. Hier hätte man dem Guten noch ein kurzes abschließendes Kapitel widmen sollen.

Auch das Ende an sich war mir irgendwie nicht stimmig. Es kam super plötzlich, es kam überraschend, es kam völlig unverhofft und auch mit einem Ausgang den ich mir persönlich einfach anders gewünscht hätte. Ich bin kein Happyend Fanatiker, aber ich mag gerne ein Ende was stimmig ist und das war das hier leider nicht. Mir persönlich wurden im Buch viel zu viele Hinweise auf ein mögliches Ende gestreut, um es dann abrupt völlig anders ausgehen zu lassen. Das mag in einem Thriller oder einem Drama klappen, aber in einem witzigen Sommerroman finde ich das Fehl am Platz.

Trotzdem bekommt dieses Buch von mir 4 von 5 möglichen Schmetterlingen, einfach für seine witzige und charmante Art, für die spritzigen Sommergefühle die es vermittelt und für seine wundervollen Charaktere.


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