2. Oktober 2017

*Rezension* Demon Road-Höllennacht in Desolation Hill von Derek Landy






Titel:         Demon Road-Höllennacht in Desolation Hill

Autor:        Derek Landy

Verlag:       Loewe

Seiten:       448

Schmetterlinge:  4

Kaufen bei:           


Achtung, dies ist Teil 2 einer Reihe! - Spoilergefahr! 

Desolation Hill ist nur scheinbar ein friedliches Städtchen. Jedes Jahr findet hier ein großes Festival statt. Alle Fremden müssen die Stadt verlassen und die Kinder werden in Panikräumen eingeschlossen. Nur die Erwachsenen wissen genau, was in der Höllennacht passiert. Und sie können gar nicht erwarten, dass es endlich losgeht.
Als kurz vor Einbruch der Dämmerung ein kleiner Junge verschwindet, ist Amber Lamont eines klar: Hier hat mal wieder jemand einen Pakt mit Dämonen geschlossen und eine unschuldige Seele muss geopfert werden. Aber da schaut Amber nicht lange zu!




Teil eins der Reihe hat mich ja wahnsinnig umgehauen und ich bin begeister von der Welt, die Derek Landy hier rund um Amber und die Dämonen erschaffen hat und vor allem aber von seinem Schreibstil! Ich finde er ist nicht immer einfach und irgendwie ist er es doch. Wenn man sich eingefunden hat in seiner Welt dann kann man das Buch einfach so weg lesen.
Doch Teil zwei hat mir hier ein paar Schwierigkeiten bereitet. Irgendwie bin ich am Anfang nicht mehr so gut reingekommen und musste ganz oft nachdenken, was denn nun in Teil eins war und warum ich mich mit Amber und Milo jetzt gerade an dieser Stelle befinde.
Aber so nach hunder Seiten war der Bann gebrochen und ich war wieder mitten drin auf der Demon Road.
Amber und Milo sind zusammen auf dem Weg nach Desolation Hill, denn hier können ihnen die Höllenhunde nichts anhaben. Haben sie jedenfalls gehört. Sie wollen unebdingt mal durchatmen und sich einen Plan zurecht legen, wie sie nun weiter vorgehen und das ganz in Ruhe, ohne ständig jemanden auf den Fersen zu haben.
Aber Desolation Hill, scheint nicht das zu sein was es verspricht, als sie in der Stadt ankommen sind fals alle in Aufruhr und irgendwie seltsam. Lange bleiben dürfen sie auch nicht, denn bald soll das Festival statt finden und dieses ist nur für Anwohner. Seltsam alles.
Die beiden wollen sich allerdings ihr Glück von Ruhe nicht nehmen lassen und versuchen alles Menschen- und Dämonenmögliche um in der Stadt zu bleiben. Dabei machen sie jedoch eine folgenschwere Entdeckung, denn scheinbar muss für dieses Festival jemand geopfert werden. Ein Kind. Für Amber ist klar, dass das so einfach nicht funktionieren kann und das hier ein Opfer dahinter stecken muss, was sie unbedingt verhindern will.
Amber zeigt sich dadurch wieder von ihrer besten Seite. Sie hat im ersten Teil eine mega Entwicklung hingelegt und hält diese auch hier bei. Sie ist nicht mehr die stille graue Maus ohne Freunde. Sie ist jetzt Amber und fühlt sich gerade als Dämon schön und sexy. Diese "Verkleidung" hilft ihr dabei mehr sie selbst zu sein. Sie hiilft ihr dabei anderen zu helfen, aber allen voran sich selbst. Denn sie ist noch nicht geheilt von den Menschen ihrer Kindheit und der Erkenntnis, dass sie und ihre Eltern Dämonen sind und ihre Eltern sie sogar verspeisen wollten um an ihre Macht zu gelangen.
Und sie finden neue Freunde in Desolation Hill, eigentlich nur Menschen, doch auch sie sind auf der Demon Road unterwegs und helfen denen, die Hilfe benötigen. Gemeinsam versuchen sie also dem Grund des Festivals auf die Schliche zu kommen.
Das Amber Kontakt mir normalen Menschen hat tut ihr an der Stelle total gut und sie wird geschickter im Umgang mit anderen und vor allem im ganz normalen Alltags Leben, soweit sie es dort eben führen. Sie lernt dadurch was es heißt Freunde zu haben.
Milo rückt hier leider sehr in den Hintergrund. Ich liebe seinen Charakter und kann gar nicht genug von dem gutaussehenden, starken Dämon bekommen, doch seine Rolle hier ist nicht mehr so tragend.
Das hat für mich der Geschichte ehrlich gesagt ein wenig den Glanz genommen. Denn Milo ist mein Liebling und ihn hier nur alle paar Seiten sehen zu dürfen war doch ziemlich schade. Auch wenn es für Amber gut war, ist er doch irgendwie abgeschoben worden.
Der zweite Teil wird gerade gegen Ende noch einmal viel heftiger und blutiger als der erste. Mich konnte das nicht wirklich schocken, aber ich bin da auch ziemlich abgehärtet. Zart beasaite Leute sollten sich vielleicht noch einmal überlegen ob sie die Reihe lesen möchte, wenn hier andere mit Lust gefressen werden, Gedärme durch die Gegend fliegen, Köpfe abgetrennt und zur Schau gestellt werden. Nichts für Anfänger würde ich sagen!Die Altersbegrenzung des Buches liegt auch bei 14 Jahren und ich denke, da liegt sie gut. Es ist doch wirklich an manchen Stellen sehr blutig und brutal.
Für mich war auch dieser zweite Teil ein voller Erfolg, auch wenn es hier ein paar Abzüge in der B-Note gibt, aber das sind eigentlich wirklich nur Nichtigkeiten und meckern auf hohem Niveau. Teil eins hat die Messlatte eben einfach zu hoch gelegt!

Vielen Dank an den Loewe Verlag für das Rezensionsexemplar!


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