4. Oktober 2017

*Rezension* Fallen Swan von Aleyna Clarke






Titel:         Fallen Swan-Der Mörder in dir

Autor:        Aleyna Clarke

Verlag:       digi:tales

Seiten:       262

Schmetterlinge:  3

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Das Leben der 16jährigen, in Kalifornien lebenden, Melanie Heighvore wird komplett auf den Kopf gestellt, als sie sich eines Tages mit einem blutigen Messer in der Hand vor der Leiche ihres Nachbarn Richards wiederfindet. Sam, der Sohn des Opfers, betritt in diesem Augenblick das Haus und Melanie flieht panisch. Bei ihrer besten Freundin Verena findet sie Unterschlupf, doch die Polizei und Sam sind ihnen dicht auf den Fersen. Melanie selbst hat keine Erinnerungen an die Tat, ist sich aber sicher, dass sie in diesem furchtbaren Moment ihren Körper nicht selbst gesteuert hat. Doch wie soll sie beweisen, was sie selbst nicht versteht?
Schnell merkt sie, dass Richards Mörder nun sie verfolgt. Sie wird in eine Intrige ungeahnten Ausmaßes verwickelt, die bis in die höchsten politischen Instanzen des Landes reicht und sowohl ihr Leben wie auch ihre neu gewonnene Liebe bedroht.



Der Einstieg in das Buch fiel mir wirklich leicht und ich wurde hier mit einem spannenden Prolog überrascht, der Lust auf mehr macht!
Für ihr erstes Buch hat die Autorin einen angenehmen Schreibstil und man findet sich gut in der Geschichte um Melanie und den angeblichen Mord zurecht. Der Stil ist angemessen jugendlich, passend zu Melanies Alter.
Leider bin ich mit Melanie als Charakter nicht besonders gut warm geworden. Sie war mir an vielen Stellen oft zu naiv und auch das Verhalten der Menschen in ihremUmkreis war dies. Immerhin geht die ganze Welt davon aus, dass Melanie ihren Nachbarn Richard umgebracht hat und sie ist die meistgesuchte Person der Stadt. Doch ihre beste Freundin glaubt ihr, ohne mit der Wimper zu zucken, die beiden können sogar noch Witze reißen. Und auch der Sohn von Richard, den Melanie kontaktiert um mit ihm zusammen heraus zu finden,von was sie besessen war und was eigentlich los ist hat hier nur wenig Bedenken und freundet sich sofort mit der Mörderin seines Vaters an. Das ging mir eindeutig zu schnell und zu einfach.
Nun da Sam, Richards Sohn, und Melanie alles geklärt haben versuchen sie gemeinsam Beweise für Melanies Unschuld zu suchen. Dies sorgt an manchen Stellen für einige Längen, in denen man als Leser das Gefühl hat ein wenig auf der Stelle zu treten. In dieser Zeit fährt Melanie mehrmals in die Stadt, gerät mehrmals in Polizei Kontrollen, hat nichts weiter an als eine hastig übergezogene Perrücke und wird nicht erkannt. Das ist mir hier leider auch etwas sauer aufgestoßen. So viel Glück kann man einfach nicht ständig haben.
Leider fand ich auch die Kommunikation die Melanie über Twitter führt etwas unglücklich gewählt. Ja man brauchte dieses Gespräch um die Geschichte weiter zu bringen. Aber Melanie wird gesucht! Sie hat jemanden umgebracht! Auch wenn sie sich sicher ist das nicht getan zu haben, sie wird gesucht! Und schreibt bei Twitter? Ne das war mir auch etwas to much.
Allerdings beginnt es dann kurz nach der Hälfte doch noch an Fahrt aufzunehmen und es scheint als hätte die Autorin hier den Sinn der Geschichte wieder gefunden und auch der Schreibstil wird ab hier noch besser und flüssiger. Das Buch wurde ja über drei Jahre hinweg geschrieben und vielleicht ist gerade das Ende eines der jüngeren Teile des Buches, in dem sie sich schon stark weiter entwickelt hat.
Ab hier hat es richtig Spaß gemacht. Sam und Melanie haben ein geheimes Tagebuch gefunden mit Infos und gerade dieser Umstand hat mir gut gefallen, denn ich liebe Tagebuch Einträge in Büchern sehr!
Das Ende war solide und nachvollziehbar, wobei es auch hier noch leichte Schwächen gab, über die man aber in diesemFall hinweg sehen kann.
Was mir besonders gefallen hat, war, dass die Autorin mich am Ende nicht einfach hängen lassen hat sondern noch ein paar Seiten angefügt hat um Melanies verworrene Stränge aufzulösen und die zurück gebliebenen Fragen zu klären. Es gab nicht einfach einen Cut, sondern die Geschichte wurde gut aufgelöst und auslaufen lassen. Ich hasse nichts mehr, als offene Fragen am Ende.
Der Epilog bietet natürlich trotzdem einen Cliffhanger, der auf einen zweiten Teil schließen lässt und wirklich neugierig macht!
Alles in allem merkt man, dass sie noch sehr jung ist und das es ihr erstes Buch ist. Hier ist noch viel Luft nach oben! Ich fand die Idee klasse und habe persönlich noch kein Buch gelesen, in demdie Thematik behandelt wurde, dass jemand anderes sich in dich hinein portieren kann um dich zu kontrollieren von daher gibt es von mir absolute Pluspunkte für die Idee!

Vielen Dank an digi:tales für das Rezensionsexemplar!


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