22. Mai 2015

*Rezension* Elias und Laia von Sabaa Tahir



Elias ist eine Maske. Laia eine Kundige. Beide stehen auf verschiedenen Seiten und doch führt das Schicksal sie auf Umwegen zusammen und eigentlich kämpfen sie für das gleiche Ziel - Freiheit. Elias möchte den Fängen des Imperiums entkommen. Er möchte keine Mitschuld an den Grausamkeiten haben, die die Masken verrichten. Laia möchte einfach nur Freiheit für sich selbst und ihren Bruder, ihren letzten lebenden Verwandten.
Die Wege der beiden verknüpfen sich zu einem Band und die beiden müssen lernen sich gegenseitig zu Vertrauen, auch in der dunkelsten Stunde.




Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Die Geschichte wird einmal aus Laias und einmal aus Elias Sicht erzählt. So bekommt man beide Seiten der Welt mit, einmal die des Imperiums und einmal die des Widerstandes und der Kundigen. Ich finde diese Erzählweise treffend gewählt und sie hat mir den Einstieg erleichtert und ich konnte mir schnell einen Überblick schaffen.
Schon die ersten paar Seiten haben dazu geführt, dass ich die ein oder andere Träne verdrücken musst und erst einmal schlucken musste. Frau Tahir spart hier nicht an Grausamkeiten und dieses Verhalten setzt sich das ganze Buch entlang fort. Ich fand es nicht übertrieben und immer passen gewählt. Allerdings braucht man an einigen Stellen schon eher harte Nerven um sich in der Geschichte wohl zu fühlen. Man wird durchgehend begleitet von Angst, Schmerz und Trauer und kommt als Leser eigentlich kaum zur Ruhe. Immer wenn sich eine Situation entspannt, lauert man eigentlich schon auf die nächste grausame Szene, die man mit einem der beiden Protagonisten erleben soll.
Das Buch ist eigentlich eine einzige Hetzjagd, die man als Leser gespannt verfolgt!
Ich habe sowohl Elias, als auch Laia schon nach den ersten Seiten in mein Herz geschlossen, wobei Elias eindeutig der stärkere Charakter ist. Er dominiert am Anfang doch sehr, was Laia etas in den Hintergrund treten lässt. Elias ist eben der mutige junge Mann, der sich auch traut Dinge zu hinterfragen und damit eben teilweise gegen Wände läuft. Laia ist zwar hübsch, aber sich dessen nicht bewusst und hält sich eher im Hintergrund. Durch die charakterstarken Eltern und den aufgeweckten Bruder scheint sie sich selbst eher zurück zu nehmen und ist nur wenig selbstbewusst.
Sie war mir eigentlich das ganze Buch hindurch etwas zu blauäugig und naiv, weshalb mir Elias einfach mehr zugesagt hat. Aber ich finde die beiden ergänzen sich super.
Die Story an sich ist natürlich nichts neues. Es gibt da das Imperium, welches versucht alles nach seinen Regeln zu gestaltet und die alten Stammesvölker unterdrückt und dann gibt es eben aus den Reihen dieser Völker den Aufstand, der sich wehren möchte um wieder Rechte zu haben und das Imperium zu stürzen. Doch diese altbekannte Geschichte wird hier neu aufgenommen und völlig neu eingekleidet. Die Autorin verleiht der Geschichte ein neues Gewand und kleidet sie mit neuen Ideen und Elementen. Ganz besonders gut hat mir hierbei der Hauch von Magie gefallen, der mit Hilfe der Auguren beigesteuert wird. Eine "Rasse" von der ich selbst nicht so genau weiß was ich halten soll, die aber schon immer da war und auch irgendwie einfach alles kann. Ebenso gut finde ich es, das wir uns in einer Zeit wie im Mittelalter befinden, es gibt keinerlei Technik. Dieses Zusammenspiel hat mich im Laufe der Geschichte wirklich begeistert. Zum Ende hin gab es dann kaum eine Sekunde in der ich das Buch aus der Hand legen konnte. Es wurde immer spannender, der Showdown kam immer näher und immer dann wenn ich glaubte zu wissen was die Autorin vorhat, hat sie mir ein Schnippchen geschlagen und einen ganz anderen Weg gewählt. Ich wurde also immer wieder überrascht und es wurde in keinster Weise langweilig.
In die düstere Geschichte wurde geschickt ein winzig kleines Band der Liebe eingebaut, wobei dies nicht unbedingt zwischen Elias und Laia gesponnen wird. Genau das fand ich hier so großartig. Die Liebe hat eben keine wirklich tragende Rolle gespielt, sondern eher Elemente wie Freundschaft und Freiheit. Die Liebe war eher untergeordnet und kam nur am Rande vor. Mir hat es sehr gut gefallen mal einen solchen Roman zu lesen ohne das er von der Liebe dominiert wird.
Alles in allem kann ich das Buch wirklich empfehlen, wenn man auf düstere actiongeladene Stories steht und es auch gerne etwas brutaler sein darf. Ein Buch welches auf ganzer Linie begeistern konnte!



Kommentare:

  1. Ich liebe dieses Buch, es ist einfach großartig!
    Ich freu mich so, dass es einen zweiten Teil geben wird :)

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  2. Guten Morgen Nadja,

    ich mag es ja eigentlich nicht so gerne, wenn die Liebe keine so große Rolle spielt. Aber da du so begeistert bist, bin ich wirklich gespannt, wie mir das Buch gefällt!

    LG Desiree

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    1. Sie ist ja vorhanden :) ich fand einfach er ging nicht hauptsächlich um die Liebe,die War einfach eher Nebensache :)

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  3. Hallo Nadja,

    bisher habe ich fast nur Gutes über das Buch gelesen/gehört und mir hat die Leseprobe ebenfalls gefallen. Somit wandert das Buch jetzt auf meine WuLi.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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  4. Hallo Nadja,

    noch so eine begeisterte Rezension zu dem Buch. Mittlerweile habe ich es schon auf die WL gepackt.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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