5. Mai 2015

*Rezension* Mein Herz und andere schwarze Löcher von Jasmine Warga



Klappentext:
Eine Geschichte über zwei, die den Tod suchen und die Liebe ihres Lebens finden. Wenn dein Herz sich anfühlt wie ein gähnendes schwarzes Loch, das alles verschlingt, welchen Sinn macht es dann noch, jeden Morgen aufzustehen? Aysel will nicht mehr leben sie wartet nur noch auf den richtigen Zeitpunkt, sich für immer zu verabschieden. Als sie im Internet Roman kennenlernt, scheint er der perfekte Komplize für ihr Vorhaben zu sein. Und während die beiden ihren gemeinsamen Tod planen, spürt Aysel, wie sehr sie sich auf die Treffen mit Roman freut, wie hell und leicht ihr Herz sein kann. Und plötzlich ist der Gedanke, das alles könnte ein Ende haben, vollkommen unerträglich ... Aysel beginnt zu kämpfen. Um ihr Leben. Um sein Leben. Und um ihre gemeinsame Liebe.

Ich habe von diesem Buch ziemlich viel erwartet. Es klang für mich sehr emotional und gefühlvoll. Ich habe auf die alles auffressende Schwärze aber auch auf die großen Gefühle der ganz großen Liebe gewartet.
Leider habe ich auf beides vergebens gewartet. Das Buch war sehr witzig und locker leicht geschrieben, was zwar einen super leichten und tollen Lesefluss garantiert hat, was aber jegliche Schwere und Ernsthaftigkeit dieses Themas nahm.
Aysel ist die Protagonistin in diesem Buch. Sie ist sehr klar gezeichnet, hat wesentliche Charakterzüge die sie ausmachen. Trotzdem möchte man sie die meiste zeit schütteln und ihr entgegenschreien: DU BIST NICHT DEPRESSIV! Als sie auf den jungen Roman trifft, wird nämlich ziemlich deutlich klar, wie wirkliche Depressionen aussehen, und dass Aysel nicht unter solchen leidet.
Mich haben zwei Dinge an diesem Buch massiv gestört. Zum einen der Name der Protagonistin, denn es wird ständig betont wie man ihn ausspricht, und das hab ich für mich so einfach nicht hinbekommen. Das hat dann massiv meinen Lesefluss gestört, weil ich immer wieder im Geiste jedes mal versuchen musste mir die Zunge zu brechen und ihren Namen doch noch richtig zu integrieren. Ich finde man sollte die Menschen gerade in Büchern wirklich ihren eigenen Aussprechformen überlassen und sie nicht auf biegen und brechen in ein Schema drängen wollen.
Und zum zweiten das Ende. Das verknüpft sich aber mit der ganzen Leichtigkeit,die ich eben schon beschrieben habe. Hier wird so viel vertuscht und verschönt und so leicht dargestellt, dass sich ein Mensch mit wahren Depressionen nach diesem Buch einfach nur verarscht vorkommt.
Das klingt jetzt erstmal unglaublich negativ. Und diese Punkte sind mir auch wirklich negativ aufgefallen, besonders im Bezug auf die Erwartung die ich hatte.

Aber wenn ich das Buch nüchtern betrachte kann ich ganz klar sagen, dass es mir gefallen hat. Ich wollte immer weiterlesen, mich hat interessiert was als nächstes passiert. Und da die Schrift sehr groß war und der Stil wirklich wirklich einfach, ging es auch ganz schnell mit dem Durchkommen. Gelangweilt habe ich mich nie. Es ist allerdings nicht die schwere Kost die man erwartet. Wenn man sich damit abfinden kann, dass das hier auch nur ein weiterer Teenie-Roman ist, dann kann man guten Gewissens 4 Schmetterlinge vergeben und sich gerne mit dem Buch beschäftigen :)


1 Kommentar:

  1. Hallöchen,
    eine sehr schöne Rezension. Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen.
    Es lohnt sich auf jeden Fall es zu lesen :D
    Nadine ♥

    AntwortenLöschen