5. September 2015

*Rezension* Du stirbst in meinem Herzen nicht von Simone Veenstra


Maras Vater ist bei seiner Tour mit dem Bus an einem Herzinfarkt gestorben. Doch genau dieser angebliche Unfall macht Mara zu schaffen. Sie kann einfach nicht glauben, dass ihr Vater, der täglich Sport gemacht hat und seine Werte überprüft hat ohne Vorzeichen an einem Infarkt gestorben sein soll. Sie beginnt nachzuforschen und deckt dabei einige Geheimnisse der scheinbar so glücklichen Dorfgemeinschaft auf. Hilfe bekommt sie dabei von ihrem neuen Klassenkameraden Jonah, der bald nicht mehr nur ein guter Gehilfe für Mara ist. Die beiden kommen sich immer näher, sodass Mara kaum bemerkt in welcher Gefahr sie eigentlich lebt.




Ich mochte dieses Buch. Schon der Einstieg war durch den lockeren Schreibstil einfach und ich war sofort mitten im Geschehen angekommen. Mara war mir schon auf den ersten Seiten sympathisch, denn sie ähnelt mir sehr und ich konnte sehr oft nachempfinden wie sie sich fühlt. Sie ist eben keine Protagonistin die im Mittelpunkt stehen will und hat aus diesem Grund auch nur eine Freundin und verbringt viel Zeit damit ihrer Mutter und den Großeltern auf dem Hof zu helfen. Eben ein sympathisches junges Mädel ganz nach meinem Geschmack. Ich mag es nicht wenn die Protagonisten zu dominant sind und immer im Mittelpunkt stehen wollen.
Ich finde am Anfang ist es noch etwas unklar wo die Geschichte den Leser hinführen möchte und es dauert ziemlich lange bis man mit Mara auf Spurensuche geht. Aber dann wird das Buch wirklich spannend und ich habe es kaum aus der Hand gelegt. Ich hab mit Mara und Jonah zusammen gezittert und habe auch die ganze Zeit darauf gewartet, dass die beiden endlich zusammen finden. Ich mag es einfach wenn es neben den "Ermittlungen" auch noch eine Liebesgeschichte gibt, die ich als Leser verfolgen kann.
Allgemein war die Story flüssig zu lesen und in sich abgeschlossen. Sie hat mich nicht umgehauen, aber war angenehm und konnte überzeugen.
Ich habe ein bisschen mehr Drama erwartet, insgesamt war es mir etwas zu wenig ein Thriller, mehr so eine Jugendkriminal Geschichte. Mir hat irgendwie einfach noch das Sahnehäubchen gefehlt, was dieses Buch zu etwas Besonderem macht.
Story sowie Charaktere haben nicht viel Tiefgang, den habe ich allerdings auch nicht wirklich erwartet. Ich hatte mich auf ein seichtes Lesevergnügen eingestellt und wurde somit auch nicht enttäuscht.
Ich kann das Buch allen Lesern empfehlen, die es gerne spannend aber nicht allzu dramatisch oder überzogen mögen. Eine solides Gerüst auf dem die Story fest verankert ist.
Abschließend kann ich sagen, dass ich insgesamt vier Schmetterlinge vergeben und einen abziehen auf Grund von zu wenig Thrill für meinen Geschmack.

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