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*Rezension* The Belles von Dhonielle Clayton



Glitzernd, glanzvoll, grausam – willkommen in der Welt der Belles!
Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen …


The Belles. Ein Buch mit einem Traum von Cover! Ich bin so unfassbar verliebt in dieses Cover und diesen Umschlag. Als ich das gesehen habe war es um mich geschehen und ich wollte diese Schönheit einfach nur besitzen. Ich war mir sicher: Unter dieser wunderschönen Klappe muss sich ein Meisterwerk befinden, es geht gar nicht anders.
Als dann die ersten Seiten recht schleppent voran gingen war ich noch total optimistisch und dachte mir: Gib der Geschichte Zeit, warte auf sie. Gut Ding will Weile haben. Die Autorin muss ja erst einmal die Welt aufbauen. Aber auch nach der Hälfte kam immer noch keine Fahrt auf. Die Charaktere blieben für mich recht eindimensional. Aller haben irgendwie genervt, weil sie total naiv und einfältig sind. Ja vielleicht war das so gedacht, in der Welt der Belles, aber ich hätte mir da doch deutlich mehr Schwung gewünscht.
Camelia hat so viel Potenzial als Protagonistin, aber irgendwie wird dieses Potenzial einfach nicht ausgeschöpft. Die Autorin hat alls ihre Stärken immer weiter in ihr schlummern lassen. Für mich war auch Camelia am Ende nur noch nervig. Sie wusste nicht richtig wohin mit sich, hat nicht wirklich für sich selbst und die Rettung von Orléans gekänpft. Das lief alles so automatisch und sie wirkte eher wie eine Randfigur, die mit viel Glück in die richtige Richtung geschubst wurde und nicht wie die, die alle retten soll. Charakterentwicklung also leider gleich null.
Dadurch war die ganze Story sehr durchschaubar, denn ich wusste schnell, das Camelia nicht die starke Person ist auf die ich gehofft hatte und wusste dadurch genau, wie sie durch die Autorin hinters Licht geführt werden konnte. Schade.
Für mich wurde auch nicht wirklich eine Botschaft transportiert, so wie viele andere Blogger geschrieben haben. Ja, wenn man will kann man natürlich hinein interpretieren, wie schlecht es ist, wenn man sich nur am Äußeren misst und die ganzen Inneren Werte außen vorlässt. Aber diese wichtige Message kam für mein Empfinden viel zu kurz. Es ging durchgehend nur um Schönheit und wie man am Besten perfekt sein kann. Für mich gab es diesen Aha-Effekt bei keinem der Charaktere. Der Moment in dem klar wird, dass man nicht alle Menschen an ihrer Schönheit bemessen sollte. Der Moment wo wenigestens einer genau dafür kämpfen möchte.
Alles in allem bin ich wirklich enttäuscht. Ich hatte so viel Hoffnung, aber wenn dieses Buch mich eins gelehrt hat dann, dass nicht jedes hübsche Cover auch gleichzeitig eine wundervolle Geschichte beherbergt, man kann eben nur das Äußere auf den ersten Blick sehen, die inneren Werte muss man erst entdecken, denn sie bleiben einem meist verborgen und sind dabei so wichtig. Ich habe mich blenden lassen, so wie alle Bewohner von Orléans. Vielleicht hatte das Buch also doch eine tiefgründige Botschaft für mich, die mir aber leider nicht durch die Story erzählt wurde.


Vielen Dank an den Thienemann Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar!


Kommentare

  1. Hey hallo!

    Das Buch wartet bei mir auch noch darauf, gelesen zu werden. Schade, dass es dich nicht überzeugen konnte, aber ich habe bislang schon sehr viele eher durchwachsene Meinungen zu dem Buch gelesen, dass meine Motivation dafür etwas gesunken ist. Gerade dein erwähnter Kritikpunkt mit der Botschaft wurde von den meisten anderen Leser*innen stark kritisiert. Ich bin gespannt, ob es mir beim Lesen so ergehen wird wie dir.

    Liebe Grüsse,
    paperlove

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