22. Februar 2014

*Rezension* Das Rachespiel von Arno Strobel



Frank Geissler lebt ein tolles Leben. Er ist seit Jahren glücklich verheiratet und hat eine eigene gut laufende Firma und eine wundervolle Tochter. Er glaubt an einen Spaß als er eines Tages einen Umschlag bekommt, der nur einen Speicherstick enthält, auf dem sich nur eine Datei befindet. Frank soll eine Website aufrufen zu einer bestimmten Uhrzeit. Als er dies tut traut er seinen Augen nicht. Ein nackter Mann liegt dort. umgeben von Käfigen in denen Ratten gehalten werden. Ausgehungerste Ratten. Die Seite will Frank weiß machen, dass er dem Mann helfen kann und ihn vor seinem sicheren Tod beschützen kann. Frank schließt die Website und glaubt immer noch nicht daran, das dies Realität sein könnte. Der Mann stirbt und Frank ist schon mittendrin, in dem Spiel. Ein Spiel indem es um Leben und Tod geht, nicht nur um sein eigenes Leben sondern um das Leben seiner Familie, seiner Frau nd seiner Tochter.


Alleine von außen betrachtet, ist dieses Buch schon ein typischer "Strobel". Wir haben einen schwarzen Hintergrund, düster. Das Cover wird von Schrift in einer leuchtenden Farbe dominiert, es zeigt nur ein kleine Coverbild. Insgesamt sind alle Cover seiner Psychothriller so aufgebaut und dies hat einen hohen Widererkennungswert. Man sieht ein Cover und weiß ohne zu lesen, dass dieses Buch von ihm stimmt. Mir gefällt an dieser Art der Gestaltung, dass sie das Buch geheinisvoll macht. Der Leser hat Lust diesen Geheimnissen auf den Grund zu gehen, denn er erfährt durch das Cover eigentlich nichts was auf die Geschichte schließen lässt und kann so unbefangen und ohne Erwartungen in das Buch starten.
Das Buch habe ich mir auf der Lesung von Arno in Bonn gekauft. Als er die ersten paar Seiten des Buches vorgelesen hat war für mich klar, dass dieses Buch mit muss und schnellstens gelesen werden muss. Der Vorteil an diesem Besuch der Lesung war nun für mich, dass ich während des ganzen Buches Arnos Stimme im Kopf hatte. Er weiß seine Geschichten perfekt vorzutragen und zu intonieren und hat somit absolutes Interesse geweckt bei seinen Zuhörern und er liest unglaublich spannnend. Diese Stimme in meinem Kopf von ihm hat mir nun  das ganze Buch mehr oder weniger vorgelesen und ich hatte das Gefühl Arno würde neben mir sitzen. Somit wurde das Buch genbau an den richtigen Stellen für mich richtig betont und ich war schnell in meinem Lesefluss und auch schnell in der Geschichte versunken.
Der Anfang hat mir schon sehr zugesagt, denn ich fühlt mich an Erebos erinnert und wollte nun wissen wie Arno denn dieses Thema umsetzen möchte. Doch die Computerspiel Idee war nur Mittel zum Zweck und bald kein Thema mehr, was meiner Neugierde aber dann keinen Abbruch mehr tat.
Man erlebt hier den gewohnten Strobel Schreibstil: Flüssig, spannend, jedoch nicht zu sehr ausgeschmückt sodass siche der Leser erschlagen fühlt. Er beschreibt seine Schauplätze immer mit viel Liebe zum Detail, sodass man ein klares Bild vor Augen hat und sich fühlt als wäre man mit den Personen in dem Buch gefangen. Abends im Bett habe ich mich doch an der ein oder anderen Stelle wirklich gegruselt und das Buch hat mich auch teiweise bis in meine Träume verfolgt, einfach weil es Ängste die ich habe aufgreift.
Doch zu guter letzt hat dieses Buch leider auch ein kleines Manko. Es ist zwar eiun Strobel, aber kein echter. Als Leser wusste ich ziemlich bald wer wohl hinter den ganzen Aktionen aus dem Buch steckt und auch wenn meine Ahnungen erst am Ende des Buches bewahrheitet wurden, so hatte ich dadruch doch einen schallen Beigeschmack, denn ein Thriller, bzw. Psychothriller ist nur dann für mich richtig gut, wenn der Autor oder die Autorin mich zu überraschen weiß. Deswegen für mich auch kein richtiger Strobel, denn das hat er sonst immer geschafft :) Hier hat er leider falsche Fährten gelegt die man sofort als solche identifizieren konnte und zu viele Zufällt aufeinander treffen lassen. Man hatte also die Geschichte zimelich schnell durchleuchtet. Trotzdem blieb eine Restspannung, denn ich hatte zwar eine Ahnung wer dahinter steckt, aber ich wusste nicht warum. Und diese Frage bis zum Schluss aufzubewahren hat es für mich weiter spannend gemacht, denn man wartet als Leser ja noch auf einen rationalen Grund.
Alles in allem ein absolut lesenswertes Werk von Herrn Strobel, jedoch einfach nicht sein Bestes.
Deswegen von mir 4 von 5 Schmetterlingen!


1 Kommentar:

  1. Hallo Naddlpaddl ,

    einen Strobel habe ich auch "Der Sarg" , aber noch nicht gelesen. Ich finde es, immer wieder bemerkenswert wie einfach, aber unverkennbar die Covergestaltung bei Herr Strobel ist..

    Schwarz als Hintergrund..eine Person und eine knallige Farbe dann.

    LG..Karin..

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