16. Februar 2014

*Rezension* Getrieben von Veronica Rossi



Aria und Perry leben nun gemeinsam bei den Tiden, doch es funktioniert nicht so, wie Perry sich das erhofft hatte. Obwohl sie ihre Beziehung geheim halten, wird Aria auch nicht als normales Mitglied des Stammes akzeptiert. Als die Stammesmitglieder Aria während eines Tiden-Rituals versuchen zu vergiften, ist für sie klar, dass die beiden sich trennen müssen. Es gilt die blaue Stille zu finden und Liv zurückzuholen, ebenso wie den Stamm zu beschützen und mit der Hungersnot und den Ätherstürmen fertig zu werden.



"Getrieben" setzt nahtlos dort an, wo "Gebannt" aufgehört hat. Dieses Buch hält sich nicht lange mit Rückblicken auf, was gut und schlecht sein kann. Für mich war es positiv, weil ich auch nahtlos nacheinander gelesen habe. Ich brauchte keine Auffrischung. Für jemanden, der die Bände jeweils zum Erscheinungstermin liest, wäre eine kleine Auffrischung vielleicht ganz gut gewesen.
Aria hat im ersten Band ja schon eine wahnsinnige Wandlung vollzogen, weshalb man im zweiten Buch nicht allzu viel von ihr erwarten konnte. Aber die Autorin hat es geschafft, dass Aria in diesem Buch eine stetige willensstarke und auch sonst kräftige Kämpferin blieb, was schon mehr war, als ich erwartet habe. Sie ist nach wie vor sympathisch und ihre Gedankengänge und Taten sind nachzuvollziehen. Sie wägt die richtigen Dinge ab, entscheidet sich auch mal gegen ihr Herz und macht sich damit beim Leser rational sehr beliebt.

Perry hingegen schwächelt in diesem Buch etwas. Man erwartet von ihm mehr Stärke als Kriegsherr, mehr Entscheidungsgewalt, mehr Rationalität. Doch leider bietet er davon nicht viel. Er macht zwar immer mal wieder einen Ansatz in die richtige Richtung, aber der wahre Kriegsheld, wie ich ihn mir gewünscht hätte, wird er erst am Ende des Buches.
Wir lernen in diesem Band noch Liv kennen, was mir eine große Freude bereitete, da ich mich schon durch die Erzählungen immer gefragt habe, was für eine Person sie wohl sein mag. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Zu Roar kann ich leider nicht viel sagen, ohne zu spoilern... Daher lasse ich ihn hier aus. Er handelt nachvollziehbar - auch wenn es nicht schön ist.


Alles in allem haben wir es mit einem starken Team aus tollen Charakteren zu tun, von denen man jederzeit mehr lesen möchte.
Mir hat besonders in diesem Band der Perspektivwechsel zwischen Aria und Perry sehr gut gefallen, da so die (leider nur mäßig vorhandene) Spannung (wenigstens) gehalten werden konnte und man einfach weiter lesen wollte, was nun als nächstes passiert.
Generell trumpft dieses Buch damit auf, dass sich vieles ereignet hat, ohne den Leser zu überrumpeln. Wir haben hier immer wieder verschiedene Szenen und Begebenheiten, die nicht nur aufgegriffen, sondern auch zu Ende geführt werden. So kam absolut keine Langeweile auf und man hatte niemals zu viel von einer Sache.
Mit dem Ende dieses Buches habe ich überhaupt nicht gerechnet, bin aber positiv überrascht und sehr gespannt wie die nun vorhandene Gruppe das ganze managen wird.
Leider fehlte mir die Spannung und auch hier sind die Ideen wieder keine neuen gewesen, weshalb ich einen Schmetterling abziehe.


Ich vergebe 4/5 Schmetterlingen für eine gelungene Geschichte.




1 Kommentar:

  1. Dank Debbies Aufruf auf FB findet man doch wirklich tolle neue Bloggerschätze :) Gefällt mir wirklich gut hier :) Ganz liebe Grüße!

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