2. Februar 2014

*Rezension* Gelöscht von Teri Terry






Kyla hat einen Fehler begangen. Sie hat gegen die Regeln des Systems verstoßen und wurde deswegen mit 16 Jahren geslatet. Ihre Erinnerung wurde ausgelöscht und sie bekommt von der Regierung eine zweite Chance, eine Chance auf ein besseres Leben. 
Das ist nicht untypisch in der Gesellschaft, Kinder unter 16 Jahren die einen Fehler begehen, bekommen durch Slating eine zweite Chance. Um zu überwachen, dass die Jugendlichen ihre Chancen auch nutzen, legt man ihnen Levo's an, die ihre Emotionen überwachen und die Jugendlichen für Gewalttaten sperren. 
Doch Kyla ist anders. Sie hinterfragt Dinge. Sie träumt Dinge. Sie glaubt sich zu erinnern. 
Zwischen ständiger Unwissenheit welche Erinnerungen und Träume real sind und der Angst vor den Lordern der Regierung bahnt sich Kyla einen Weg der gespickt ist von vielen Eindrücken, Erinnerungen und der großen Liebe. 



Gelöscht ist ein dystopischer Roman den man nur schwer aus der Hand legen kann. Es erinnert an viele Dystopien die aktuell so kursieren, ist aber dennoch völlig anders. Hier haben wir es nicht mit einem System zu tun was bisher super funktioniert hat und plötzlich gestürzt werden soll. Das System ist bröckelt schon länger. Die Regierung verstößt gegen ihre eigenen Gesetze. Die Menschen sind unzufrieden. Doch die Angst überwiegt. Und das System eliminiert einfach alles und jeden, egal ob sie dafür oder dagegen sind. Wir werden mit dem ersten Band also nicht in eine heile Welt eingeführt sonden sofort in einen harten Kampf ums nackte Überleben geführt. 

Kyla stellt eine Mischung aus unglaublich starker Kämpferin und armen kleinen hilfsbedürftigen Mädchen dar. Sie ist von Anfang an anders, als wäre die Welt grau und sie würde rot leuchten. Es macht Spaß sie auf ihrem Weg zu begleiten und in ihre Welt abzutauchen, oder zumindest in das, was sie für ihre Welt hält. Sie ist auf der Suche nach sich selbst. Einer Suche, die genauso unglaublich wie vorhersehbar ist - ohne zu langweilen. 

Die anderen Charaktere sind relativ undurchsichtig. Ich kann weder behaupten sie zu  mögen, noch sie nicht zu mögen, da der Fokus ganz klar auf Kyla liegt und man so fasziniert von ihr ist, dass man sich mit den anderen kaum beschäftigt. 

Das Buch ist wahnsinnig spannend geschrieben. Es ist nahezu unmöglich es aus der Hand zu legen. Die Spannungskurve steigt am Anfang des Buches rasant an und hält sich dann bis zur letzten Seite, ohne auch nur ein einziges Mal abzuflauen. 

Ich muss meine Lobeshymne an dieser Stelle beenden, da leider ganz dringend Teil 2 auf mich wartet :)

5 Schmetterlinge! 


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