29. März 2015

*Rezension* Darkmouth von Shane Hegarty


Finn ist der Sohn des letzten Legendjägers, der tatsächlich noch Legenden jagt. Die beiden wohnen in Darkmouth und verbringen ihre Zeit damit Minotauren und ähnliche Kreaturen zu jagen. Doch eigentlich möchte Finn gar keine Monster jagen, er wurde viel lieber Tierarzt werden. Doch das möchte sein Vater nicht akzeptieren und er versucht mit aller Macht Finn doch noch irgendwie zum Legendenjäger auszubilden. Als dann auf der verseuchten Seite der finstere Gantrua einen bösen Plan schmiedet um Finns Welt zu überrennen und einzunehmen und Finn dabei scheinbar eine tragende Rolle spielen soll - jedenfalls laut einer Prophezeiung, hat er gar keine andere Wahl als sich seinem Schicksal zu fügen und in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.




Das Buch ist für Kinder ab 10 geeignet und ich finde es erfüllt alle Kriterien um die Zwerge in diesem Alter zu begeistern! Doch auch mich konnte die Geschichte in ihren Bann ziehen und ich bin schon lange aus dem empfohlenen Alter raus.
Ich mochte die Idee hinter der Geschichte schon  von Anfang an, denn wer hat sich nicht schon einemal so etwas in der Art gewünscht wie das, was Finn hat. Auch wenn Finn selbst nicht viel mit seiner Legendenjäger Familie anfangen kann, so bin ich sicher, das die meisten Kinder da mehr als nur ein bisschen Spaß dran hätten. Ebenso toll fand ich die Idee einer anderen Welt, die durch Portale mit unserer Welt verbunden werden kann. Ich selbst habe mich früher sehr oft in Träumen einer anderen Welt verloren, in die ich vielleicht flüchten könnte, wenn meine Eltern zum Beispiel wieder genervt haben! Die Fantasie wird hier auf jeden Fall angeregt, was mir sehr gut gefallen hat, da die meisten Kinder heutzutage leider viel zu wenig davon haben! Der Autor gibt hier kleine Anreize durch kurze Bechreibungen, doch er lässt auch vieles offen, um der Fantasie ihren Lauf zu lassen. Hier hat er also einen klassen Mittelweg geschaffen und erschlägt den Leser nicht mit zu vielen Details.
Ebenso gefallen haben mir die kurzen Kapitel! Ich mag kurze Kapitel und ich denke auch für kinder sind diese perfekt geeignet, denn gerade bei den kleinen lässt die Konzentration doch recht schnell nach und so kann man einfach immer ein Kapitel lesen, ohne direkt überfordert zu sein.
Ich glaube auch Finn ist ein toller Protagonist für ein solchen Kinder/Jugendbuch. Er ist an den richtigen Stellen unsicher und scheu, will seine Eltern nicht enttäuschen und tut deswegen oft das, was die beiden scheinabr von ihm erwarten. Doch genau so entwickelt er sich im Laufe des Buches und lernt mit seiner Angst umzugehen und zeigt den Lesern, dass es wichtig ist mit seinen Eltern über Ängste und Gefühle zu reden und auch mal auf den Tisch zu hauen und zu sagen, wenn man etwas nicht möchte. Ich denke in diesem Buch wird viel vereint, was Kinder in diesem Alter beschäftigen könnte und auch ich konnte noch einiges von Finn lernen, denn auch wenn es erst nicht den Eindruck macht, so ist er doch ein wirklich starker Charakter.
Alles in allem konnte mich der flüssige, leichte Schreibstil und die tolle Idee der Geschichte sofort in ihren Bann ziehen und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert, sodass ich gespannt dem nächsten Teil entgegen fiebere!

Vielen Dank an den Oetinger Verlag für dieses Rezensionsexemplar.



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