17. November 2015

*Rezension* Endgame - die Hoffnung / von James Frey



Zwölf waren auserwählt, aber nur neun haben überlebt. Das gnadenlose Spiel geht weiter. Nachdem Sarah den ersten Schlüssel gefunden hat, ist sie gemeinsam mit Jago nach London geflüchtet. Doch auch dort gibt es kein Entrinnen vor dem Feind, nur knapp entgehen sie einem Anschlag. Jago drängt Sarah, mit ihm nach Peru zu fliegen. Eine folgenschwere Entscheidung, denn Jagos Familie will, dass er Sarah tötet. Wird Jago sich für Sarah oder für Endgame entscheiden?


Wenn man Endgame 1 gelesen hat, dann kennt man den rasanten Stil des Autors, weiß dass die Perspektiven wechseln, dass es blutig ist und dass man wirklich konzentriert lesen muss. 
Wenn man das weiß, dann kann man sich so wie ich voll und ganz in diesen zweiten Band stürzen. Denn dann ist nichts mehr da, mit dem man nicht klar kommen kann. Man ist sich bewusst, "was man sich da antut". 

In Band zwei sind die Protagonisten - gekürzt um den ein oder anderen - die gleichen geblieben. Man kannte die einen schon etwas besser und hat bereits seine eigenen Sympathien aufgebaut, was natürlich die Spannung fördert. Man befindet sich selbst mitten in einem unberbitterlichen Kampf und ist erfüllt von innerlicher Anspannung, ob der eigene Lieblings-Prota nun überleben wird oder nicht. 

Das Lesen hat viele Fragen aufgeworfen. Aber keine Fragen im Sinne von "das hätte besser ausformuliert werden müssen"  - sondern im Sinne von "hier wird ganz gezielt und bewusst auf ein fulminantes Finale hingearbeitet". 

Der zweite Band hängt so ein bißchen in den Seilen. Weniger Protagonisten, weniger Gemetzel, ein klein wenig weniger Spannung und Story. Man spürt die Anspannung und die Arbeit die hinter den Zeilen steckt. "Die Hoffnung" arbeitet wirklich extrem auf den dritten Band hin. 

Die Orte sind wieder super beschrieben und passen gut zur Szenerie. 

Jago und Sarah sind nach wie vor meine Lieblingsprotagonisten und ich hoffe sehr es wird einen Weg geben, bei dem beide überleben können. 

Sprachlich und stilistisch ist dieses Buch ein Mittelding. Es ist keine Meisterleistung aber es ist auch kein "Buch für Zwischendurch" - allein schon weil die Thematik wirklich sehr ansprechend ist und Konzentration benötigt. Es ist einfach erschreckend wie gewaltbereit die Jugendlichen hier sind. Was Erziehung und Training ausmachen können. 

Am Gewinnspiel nehme ich selbst nicht Teil, daher kann ich zu den Rätseln im Buch nichts sagen. Für mich ist das einfach nichts. Ich hatte zwar beim letzten Band unbedingt daran teilnehmen wollen, aber auch sehr sehr schnell aufgegeben. Für mich ist das zu undurchsichtig, ich finde keinen richtigen Anfang. Natürlich gibt es hier einen riesen Gewinn und muss auch entsprechend schwierig sein, aber dennoch finde ich könnte man die ersten Hürden, die erste Fährte schon für die breite Masse auslegen. Da das ein wichtiger Aspekt dieses Buches ist, mit dem auch geworben wird, muss ich hierfür einen Punkt abziehen. 

Ansonsten ist das Buch für mich wirklcih lesenswert gewesen und wer den ersten Band mochte, kommt am zweiten einfach nicht vorbei :)


1 Kommentar:

  1. Ohhh- Band 1 hat mir ja nicht so gut gefallen - aber da ich angefangene Reihen/Trilogien immer beenden MUSS, werd ich wohl um Band 2 nicht rum kommen.

    Ich hoffe, der kann mich mehr überzeugen!

    Danke für die Rezension,
    Nicole

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