30. Januar 2014

*Rezension* der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand




Alan wird 100 Jahre alt. Doch er hat überhaupt keine Lut auf eine große Feier oder die angesetzte Party mit allen wichtigen Personen des öffentlichen Lebens.
Also steigt er kurzerhand aus dem Fenster seines Zimmers im Seniorenzentrum und begibt sich auf eine faszinierende und interessante Reise zu seiner Vergangenheit und gleichzeitig neuen Abenteuern.

Jonas Jonasson hat mit "der hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand" einen Roman geschaffen, der wie man an den Bewertungen sieht, sehr beliebt ist. Nur bei mir konnte er irgendwie nicht landen.


Die Geschichte ist flüssig in kurzen Sätzen geschrieben, die wohl eine Art Witz vermitteln sollen. Leider habe ich wohl eine andere Art von Humor und konnte daher nicht so wirklich über die Dinge lachen. Plötzlich geschehen Dinge die ins Lächerliche gezogen werden oder als "nicht so schlimm" dargestellt werden (Vorsicht Spoiler: Da wird doch tatsächlich ein Mann 'aus Versehen' in der Kühlkammer vergessen, ist am nächsten morgen tot und wird dann in der Verwertungsanlage zerschreddert... Wer findet denn sowas witzig???) und direkt geht es nahtlos weiter, als sei nie etwas geschehen... Nein... Tut mir leid... Darüber kann ich leider nicht lachen.
Da die ganze Geschichte aber so aufgebaut ist, konnte ich ihr wirklich leider nicht viel abgewinnen.

Es ist vollkommen utopisch, dass ein Mann mit 100 Jahren noch so fit und fidel ist wie hier beschrieben. Aber die Realität spielt in der Geschichte merkwürdigerweise gar nicht so eine große Rolle, denn tatsächlich ist es so, dass man in dem Moment wo man es liest, einfach gar nicht anders sein kann. Hierfür schreibe ich dem Autor schon eine sehr große künstlerische Fähigkeit gut, denn sowas schafft man nicht so schnell. Dinge die unrealistisch sind, stören sonst eher den Lesefluss - nicht so aber in diesem Buch.

Immer wieder werden Rückblicke zu Allan's vorherigem Leben geschildert. Hierfür sind in dem Buch abwechselnd aktuelle und rückblickende Kapitel eingebaut. Das hat mich überhaupt nicht interessiert, da die Rückblicke leider meiner Meinung nach null mit den aktuellen Geschehnissen zu tun haben.

ich habe das Buch knapp über der Hälfte abgebrochen. Das tut mir zwar sehr leid, aber ich war so genervt, dass ich mir das nicht mehr geben konnte.

Ich vergebe für die erwähnte interessante Leistung das Unwirkliche wirklich erscheinen zu lassen, 2 Schmetterlinge...

1 Kommentar:

  1. Schade, mir hat das Buch richtig gut gefallen, aber Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden!
    LG
    Cornelia (garfieldsbuecherecke)

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