6. Oktober 2015

*Rezension* Black Blade von Jennifer Estep


Lila Merriweather ist 17 Jahre alt und von Beruf Auftragsdiebin. In die Schule geht sie nur gezwungenermaßen. Sie ist eine Weise und hält sich mit ihrem Diebesgut über Wasser. Doch das ist nicht das einzig besondere an Lila. Wirklich besonders sind ihre magischen Kräfte - Lila kann mit Hilfe ihrer Seelensicht selbst die geheimsten Gedanken ihres Gegenüber erkennen. Doch nicht nur das, sie besitzt auch noch eine andere Fähigkeit, die sie aber unter allen Umständen versucht geheim zu halten. Lila kommt mir ihrem Leben super klar - bis zu dem Tag als sie den Sohn einer der wohlhabenden Familien der Stadt vor einem Killer beschützt und prompt als seine Leichwächterin eingestellt wird. Plötzlich muss sich Lila zwischen den Reichen und Schönen zurecht finden und nebenbei noch auf Devon achten, dabei trifft sie auf tiefe Geheimnisse und ihre erste große Liebe.




Der Einstieg in das Buch und somit in die Reihe um Lila fiel mir ehrlich gesagt gar nicht so leicht. Es war für mich schwierig mich in der neuen Umgebung zurecht zu finden und ich konnte auch erst keinen Draht zu Lila und ihrem Leben erlangen.
Doch aufgeben kam nicht in Frage und am Ende wurde ich dann auch für mein Durchhaltevermögen belohnt. Ich weiß gar nicht genau ab welchem Punkt, aber irgendwann hat Lila sich plötzlich den Weg in mein Herz erkämpft und ich war mitten drin!
Zusammen entdeckt man mit Lila ihr geliebtes Cloudburst Falls. Doch diese Stadt hat nicht nur schöne Seiten, denn sie ist besiedelt von Monstern und die reichen Familien der Stadt sorgen zusätzlich ständig für Aufruhr. Dieser Aufruhr ist sogar so groß, dass die Stadt ein wahres Touristen Mekka ist und alle Leute gerne dort hinströmen um sich die verschiedenen Sehenswürdigkeiten anzusehen und ebenfalls ein Stück Magie erleben zu dürfen. Und genau davon lebt Lila, immer wieder läuft sie als Taschendiebin durch die Straßen un nimmt die ahnunglosen Touristen aus.
Doch ebenso bestiehlt sie die Schickeria und das alles für ihren Freund Mo. Der hat ein Pfandleihe in der Stadt und wird regelmäßig von Lila beliefert oder gibt ihr sogar Aufträge.
Mo ist toll! Auch wenn er es nicht immer zeigt, liebt er Lila doch aus ganzem Herzen und deswegen liebt man ihn als Leser auch! Er ist etwas zerstreut und nie verlegen darum zu feilschen. Immer auf der Suche nach dem neuen mega Schatz hat er schon einiges von Lila abverlangt! Aber er ist eben der einzige Freund, der Lila nach dem tragischen Tod ihrer Mutter noch geblieben ist! Und Mo hat geschworen auf Lila acht zu geben. Man fiebert also bei jedem Diebstahl mit Lila mit und hofft die kommt davon ohne erwischt zu werden. Ihr Leben ist spannend und am Rande des Nervenkitzels, doch genau das liebt sie und als Leser liebt man es auch!
Der lockere jugendliche Schreibstil hat mich leicht durch die Seiten geführt und dafür gesorgt, das ich nach den anfänglichen Schwierigkeiten gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Auch wenn Lila mit 17 nicht mehr meine Generation ist wirkte sie durch Jennifer Esteps Sprache so echt und erwachsen, dass ich mich mehr als gut in sie hineinversetzen konnte und sie für mich seit langem eine überzeugende Protagonistin war.
Auch die Idee hinter dem Buch konnte mich überzeugen. Ich mag es mir vorzustellen, dass es Menschen auf dieser Welt gibt die besondere Fähigkeiten haben und das Monster wie "Loch Ness" nicht unbedingt erfunden sein müssen. Ich liebe es einfach in eine selbst gestalteteWelt abzutauchen, die aber in unser heutiges Leben integriert ist. So wirkt alles irgendwie als könnte es nebenan passieren, oder gar mir selbst.
Die Charaktere sind durch die Bank weg authentisch und mit viel Liebe zum Detail gezeichnet, ohne zu übertreiben. Es macht Spass sie alle kennen zu lernen und mit ihnen und Lila durch Cloudburst Falls zu streifen. An manchen Stellen finde ich die Kampfszenen für ein Jugendbuch etwas zu brutal, aber für mich hingegen waren sie genau passend. Ich mag es wenn es auch mal blutig wird.
Und ein ganz großer Pluspunkt ist die eher seichte Liebesgeschichte. Man merkt als Leser, dass sich hier etwas anbahnt und Lilas Herz für jemand bestimmtes schlägt, man merkt es sogar bevor sie es selbst realisiert. Aber es wird nicht ausgereit oder überspitzt dargestellt, sondern läuft eher im Hintergrund. Im Vordergrund steht immer noch Lilas Auftrag als Bodyguard und die damit verbundenen Familien Fehden. Man wird nicht mit Herzen und Glitzer erschlagen und es ist keine komplizierte Dreicksgeschichte bei der sich die Protagonistin einfach nicht entscheiden kann und ständig hin und her wechselt. Es ist zart, wie die erste Liebe eben sein sollte.
All das vereint macht für mich ein gutes Juegndbuch aus, auch wenn die einzelnen Elemente natürlich nicht neu sind. Doch sie werden in Black Blade neu zusammengesetzt und ergeben damit eine ganz besondere Geschichte um ein besonderes Mädchen!
Ich ziehe einen Punkt ab wegen dem doch etwas holprigen Start und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung der Reihe und das Wiedersehen mit Lila und ihren Freunden.



Jennifer Estep auf der FBM
Ich bedanke mich beim Ivi Verlag für das Rezensionsexemplar!

1 Kommentar:

  1. Hallöchen,
    momentan wird mein Dashborad ja überschüttet von Rezensionen zu diesem Buch. Ich hab zwar noch nichts von Jennifer Estep gelesen, aber ich glaube, ich fange eher mit der Mythos Academy Reihe an, die spricht mich irgendwie mehr an.
    Ich wart mal darauf, wie die Nachfolgebände so ankommen :)

    Alles Liebe, Nelly

    AntwortenLöschen