18. März 2014

*Rezension* das unerhörte Leben des Alex Woods





Kaum die ersten Seiten aufgeschlagen, wird man mit einem unglaublichen Szenario konfrontiert.
Ein Mann namens Alex Woods wird von einer Polizeistreife angehalten. In seinem Wagen befinden sich eine große Menge Drogen, sowie eine Urne mit dem üblichen Inhalt.

Sie finden das unglaublich? Dann lesen Sie die Geschichte von Alex Woods! Denn in diesem Buch wird sie beschrieben.

Es hat einen (oder mehrere) Grund / Gründe, wie es zu dieser Szene kommen konnte. Alex Woods ist vielleicht nicht ganz so unschuldig an manchen Dingen, wie man zunächst annimmt, aber in erster Linie ist er eins nicht: ein Krimineller Junkie.
er ist einfach ein liebenswürdiger verpeilter Kerl, dem das Universum desöfteren einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und der bei jedem noch so unglaulichen Fall *hier* schreit.


Er ist als Person ebenfalls wie die anderen Charaktere dieser Geschichte sehr liebevoll gestaltet. Allerdings ist Alex auch eine Nervensäge. Weiß alles besser. Das zeichnet ihn, das macht ihn aus. Das wurde auch gut beschrieben, der Autor hat da wirklich volle Leistung erbracht. Doch ich mochte es nicht so. Hätte es in diesem Buch nur Alex gegeben, wäre es mir vielleicht doch irgendwann zu viel gewesen.
Doch von den anderen Charakteren wird dies ausgeglichen, so dass das ganze gut harmoniert.

Die Geschichte ist witzig in Szene gesetzt, versprüht Charme und Lebensfreude genauso wie Schicksalsschläge.

Es werden hier ein paar ernste Themen behandelt, bei denen man nicht drumrumkommt, sich seine eigene Stellung dazu zu überlegen. Man setzt sich ein Stück weit mit sich selbst auseinander. Ich mag gerne Bücher, die mir einen Anstoß geben, etwas was sich auf mein eigenes Leben bezieht, zu überdenken.
Das Buch ist flüssig und amüsant geschrieben. Es hat die nötige Portion Witz, genauso wie die nötige Portion Ernst. Der Autor ist mit sehr viel Gefühl an die Sache rangegangen.
Die Geschichte an sich konnte mich rückblickend nicht vom Hocker reißen, auch wenn ich sie dennoch ganz gut fand. Es ist ein Buch, was man sicher mal gelesen haben sollte, von dem man aber kein literarisches Meisterwerk erwarten sollte.
4 von 5 möglichen Schmetterlingen von mir und eine bedingte Leseempfehlung. Man muss es mögen… 


1 Kommentar:

  1. Ich bin zwar erst auf S. 287, aber bis jetzt mag ich das Buch sehr. ;-)

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