13. März 2014

*Rezension* Hilmer von Jörg Olbrich


Für die Lemminge hat ihr Leben nur den einen Sinn: Mit Vollendung des 15 Lebensmonats stürzen sie sich mit Vergnügen des Todesfelsens hinunter – direkt in den Tod. Dies dient dazu die Bevölkerungszahl im Reich von König Helmut unter Kontrolle zu behalten und somit die Lemminge vor einer Überbevölkerung zu schützen. Prophet Wonibalt hat dies einst so eingeführt und die ersten Lemminge auf ihrem Todesweg begleitet. Seit dem ist dies Sitte und Brauch der Rasse und für jeden Einzelnen ist es eine Ehre sich für das Große Ganze zu opfern. Außer für Hilmer, dieser Lemming versteht den Sinn dahinter nicht und sorgt damit für einigen Aufruhr im Land der Lemminge!


Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Autor geschenkt. Das Cover fand ich schon total witzig mit dem Lemming im Vordergrund. Erst sah es nach einem Kinderbuch aus, doch dem ist nicht so. Der Klappentext hat mich dann komplett überzeugt und mich total neugierig gemacht. Dieses Buch MUSSTE ich lesen.
Ich bin in keinster Weise enttäuscht worden. Das Buch hat meine Erwartungen vollkommen erfüllt. Ich habe mit leichter unterhaltsamer Kost für zwischendurch gerechnet und eben diese wurde mir auch geboten. Der Autor verpackt seine Geschichte in einen Mantel aus Witz und Charme und alleine die Tatsache, dass in der Welt von solch niedlichen Tieren solch schlimme Dinge passieren lässt einen schon förmlich durch das Buch fliegen.
Die Geschichte ist behaftet von Klischees, die man aber nicht missen möchte und die Story erst zu einem großen Ganzen werden lassen. Hilmer wächst einem sofort ans Herz, traut er sich doch was alle anderen sich nicht trauen. Es ist wahrlich schlimm mit anzusehen wie diese armen kleinen Tiere sich mit Freuden in den Tod stürzen, weil sie denken dort wartet ein besseres Leben auf sie. Doch Hilmer ist der Held den diese Geschichte braucht. Eigentlich ist er gar kein Held sondern ein ganz normaler Lemming, etwas tollpatschig, mittelmäßig intelligent und bis zu seinem Todestag auch glücklich mit dem was er hat. Man konnte eigentlich fast alles vorhersehen, aber auch dies war irgendwie nötig für die Geschichte, denn es ist eben keiner dieser Romane in denen man ständig mit voller Aufmerksamkeit alles verfolgen muss, sondern man kann zusammen mit der geschichte dahin plätschern und sich einfach treiben lassen und das meine ich nicht im negativen Sinne!
Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen und sie hat mich vor allem Dingen unterhalten und genau das habe ich erwartet. Es ist nichts was einem lange im Kopf bleibt, aber doch etwas was man gerne gelesen hat und auch immer wieder lesen würde.
Ich gebe für die Geschichte 4 Schmetterlinge, ich kann gar nicht genau sagen warum aber für den 5. Schmetterling hat mir einfach irgendwie noch etwas gefehlt, was ich nicht mal benennen kann.


Kommentare:

  1. Hallo und guten Morgen,

    hm, erst dachte ich auch oh , wie süß, aber der Inhalt ist dann wohl weniger süß und ein Kinderbuch ist es wohl auch nicht.

    Deshalb meine Frage, für Wen würde Du das Buch empfehlen?

    LG..Karin..

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  2. Hallöchen,

    ne ein Kinder Buch ist das wirklich nicht. Allzu brutal ist es aber auch nicht. Also ich denke so ab 12 Kann man hier schon mit dem Lesen anfangen.

    LG

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    1. O.K. Danke für die Antwort..LG..Karin...

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