18. März 2014

*Rezension* Wir in drei Worten von Mhairi McFarlane



Rachel und Ben kennen sich seit der Uni und waren in dieser Zeit auch unzertrennlich, doch ein Ereignis hat ihre Freundschaft beendet. Jetzt zehn Jahre nach der Uni, treffen sich die beiden mehr oder weniger durch Zufall wieder und es erscheint irgendwie als hätte die Zeit still gestanden. Sie verstehen sich beide auf Anhieb wieder wie damals, obwohl beide zehn Jahre lang ihr eigenes Leben mit eigenen Wegen gegangen sind. 


Die Geschichte wird in zwei Stränge geteilt, einmal heute und einmal die Zeit vor zehn Jahren an der Uni. Als dieser Sprung zum ersten Mal getan wird, war ich kurz etwas verwirrt, denn es gab keinen Hinweis darauf. Daran habe ich mich dann jedoch schnell gewöhnt und habe auch in die Geschichte hinein gefunden. Ich muss dazu sagen, das ich nicht gelesen habe, sondern das Hörbuch gehört habe. Hier war die Stimme total angenehm und die Sprecherin wusste genau wie sie wann ihre Stimme am Besten einsetzt.
Ich war von den Charakteren begeistert, die Protagonistin Rachel ist so herrlich unsicher und doch irgendwie eine toughe Frau, ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen, bin ich doch in vielerlei Hinsicht ähnlich. Ihren Verlobten Reyes fand ich von Anfang an total unsympathisch und war froh, das diese Geschichte schnell ein Ende gefunden hat. Mich hat er einfach nur genervt und ich denke, als Leser, oder wie bei mir als Hörer, waren diese Gefühle bestimmt gewollt. Und dann kam Ben. Vom ersten Satz an in dem er erwähnt wurde war ich verliebt. Ein netter, smarter, gutaussehender Mann, mit dem man immer Spaß haben kann.
Eigentlich gebe ich auch meine Sterne nur wegen der Charaktere, denn die waren wirklich toll und mit Liebe dargestellt, auch die Clique von Rachel näher kennen zu lernen war eine richtige Freude, so verschiedene Menschen, die sich trotz allem seit Jahren bedingungslos lieben.
Auch der Stil an sich hat mir wirklich gut gefallen, die Autorin legt ein flottes Tempo an den Tag und nimmt auch kein Blatt vor den Mund und drückt sich gerne auch mal weniger gewählt aus. Das mag ich unheimlich gerne und es ist mir lieber als irgendeine unpassende aufgesetzte Sprache.
Doch leider konnte mich die Geschichte an sich einfach nicht überzeugen. Ich weiß nicht ob ich einfach nicht mehr der typische Liebesroman- Leser bin oder was da mit mir los ist. Ich konnte eigentlich so ziemlich alles voraus sehen und die Momente die für ein lautes: Oh Gott! Gedacht waren sind bei mir nur mit einem zustimmenden Nicken vorüber gegangen, denn ich habe genau diese Momente schon vorher gesehen. Mich konnte nichts überraschen und das hat die Geschichte für mich eher langweilig gestaltet. Ich habe eigentlich nur bis zum großen Happy End gewartet.
Ich verstehe warum viele dieses Buch wirklich mögen, denn die Autorin hat eine wahnsinnig tolle Art zu schreiben, aber leider konnte mich die Story nicht überzeugen und deswegen sind es bei mir nur drei Schmetterlinge geworden. 


1 Kommentar:

  1. Ich stimme dir zu, die Story konnte man ziemlich gut voraussehen, trotzdem habe ich das Buch besser bewertet, weil ich mich in Rachels Welt so wohl gefühlt habe. Ich fand es nicht schlimm, ein paar Sachen bereits vorher zu wissen.

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