25. März 2014

*Rezension* Singe, fliege, Vöglein stirb von Janet Clark


Ina hat alles was man sich im Leben wünscht. Einen Job, der ihr Spaß macht, einen Freund der sie liebt und ebenso eine liebende Familie. Doch als Ina dann im Wald die Leiche einer Mitschülerin findet soll sich ihr Leben komplett verändern. Sie verliert alles was sie bis dahin hatte und die Polizei verdächtigt ihren Freund Aaron des Mordes. Als Ina sich für ihn einsetzt wird sie Opfer eines riesigen Shitstorms und plötzlich steht sie unter Mordverdacht. Als dann plötzlich ein Bekannter von früher auftaucht, der eine Schuld von Ina einfordert scheint die Katastrophe perfekt. Ina weiß nicht mehr wem sie noch trauen kann, nicht mal ihrem eigenen Freund. Der Spießrutenlauf nimmt seinen Gang.


Ich bin von dem Cover schon begeistert gewesen, denn es lässt auf den ersten Blick gar nicht erahnen das sich hinter diesem Buch ein Thriller befindet. Im Gegenteil, durch die Blümchen erwartet man eigentlich eher einen Klappentext über etwas fröhlicheres als den Tod. Genau das hat mir an diesem Buch schon gefallen bevor ich auch nur eine Zeile gelesen habe.
Einmal aufgeschlagen konnte ich das Buch fast gar nicht mehr weg legen, es hat mich wirklich gefesselt und war spannend. Mir gefiel der Schreibstil total, der den einzelnen Charakteren einen eigenen, glaubwürdigen Charakter verleiht. Ebenso fand ich die Sprache passend für einen Jugendthriller. Nicht hoch gestochen, aber eben auch nicht plump, eine gute Mischung.
Wie schon gesagt sind die Charaktere wirklich super gestaltet. Man hat einmal Ina, die mir teilweise etwas naiv rüber kam, aber doch irgendwie wusste was sie will und sich auch nicht verarschen lassen hat. Sie war immer aufmerksam und doch teilweise zu vertrauenswürdig. Eine perfekte Mischung für eine Protagonistin. Als zweiten Protagonisten haben wir dann noch Aaron, Inas Freund. Er weiß genau wie er auf die Menschen wirkt und versucht eigentlich alles schlechte vo Ina fern zu halten und birgt somit das ein oder andere Geheimnis. Er kommt mit aber sonst ehrlich rüber und ich denke auch das er mit seinen Geheimnissen nicht wirklich etwas verbergen wollte sondern wirklich nur Ina schützen. Um die beiden geht es hauptsächlich in diesem Buch und die ganze Geschichte wird um das Leben beider aufgebaut. Die Geschichte wird auch aus beiden Sichten erzählt, es kommt immer ein Ina Kapitel und danach ein Aaron Kapitel. So ist man als Leser fasst allwissend und kann sich Sachen schon denken, oder weiß sie sogar, bevor der andere dieser Partnerschaft etwas erfährt. Mir hat genau das richtig Spaß gemacht, so habe ich an manchen Stellen die Protas regelrecht angefeuert, weil ich ja schon wusste was sie gleich heraus finden würden.
Was bei mir auch definitiv einen Pluspunkt bekommt: Ich hatte zwar ständig irgendwelche Vermutungen wer hier was Schuld war, aber auf das Ende wäre ich persönlich nie gekommen. Es hat mich total überrascht und war für mich nicht vorhersehbar. Das hatte ich schon länger nicht mehr bei einem Krimi/Thriller. Meist weiß man ja doch schon vor dem Ende was eigentlich vor sich geht.
Ich bin wirklich begeistert und kann diesen Thriller wirklich empfehlen!


Kommentare:

  1. Hab das Buch auch heute erst rezensiert und kann mich nur anschließen. Wirklich ein guter jugendthriller!

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  2. Ich habe bisher nur "Schweig still süßer Mund" als Hörbuch gehört. Das fand ich auch ganz gut.
    Vielleicht werde ich das Buch auch irgendwann mal lesen.

    Liebe Grüße
    Vanessa

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    1. Ich würde jetzt am Liebsten alle von ihr lesen, aber mein Sub ist sowieso schon so groß :/

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