16. April 2014

*Rezension* Chroniken eines Pizzalieferanten von Tinka Wallenka





Dieses kleine Büchlein handelt auf nur 52 Seiten von ganz viel Pizza und einer großen Liebe die niemand für möglich gehalten hatte.

Micha möchte studieren, doch um sich während der Wartezeit über Wasser halten zu können, muss er wohl oder übel einen Job machen. Auf seiner Suche kommt er eher zufällig dazu bei einem Pizzalieferdienst anfangen zu können.
Was anfangs als kaum akzeptable Notlösung gedacht war, entpuppt sich später als die beste Sache überhaupt.
Denn dort findet Micha nicht nur einen Job, der ihm Spaß macht, für den er Geld bekommt das er gut brauchen kann und Storys, die man sonst nirgends erlebt, sondern er findet auch seine ganz persönliche kleine neue Familie.

Dieses Buch war ein Rezensionsexemplar, was mir von der Autorin angeboten wurde. ich war zunächst ganz unvoreingenommen an das Buch rangegangen. Nach ungefähr der Hälfte (die bei 52 Seiten ja sehr schnell erreicht ist), habe ich das erste Fazit gezogen, und es für gut befunden. Erst dann habe ich mir die anderen Meinungen dazu angesehen und ich war erstaunt über die teilweise negative Resonanz, da ich diese einfach nicht teilen kann.

Die Protagonisten waren super gestaltet, nicht undurchsichtig, nicht langweilig. Ich hatte von jedem eine klare Vorstellung. Jeder hatte einen eigenen Charakter und war auf seine Art liebenswert - oder eben nicht.
Ich mochte Jill besonders, weil sie auf eine super nette Art die Chefin ist, niemanden hängen lässt und auch im größten Alltags-Arbeits-Stress noch für jeden einzelnen ein wirklich nettes Wort hatte.

Der imaginäre Schweinehund, der Micha in diesem Buch zuläuft, war eine Art "Eyecatcher" in diesem Buch. Einerseits hat er überhaupt keine tragende Rolle gehabt, ließ sich auch nicht mit dem Schweinehund im übertragenen Sinne zusammenbringen, aber andererseits hat er die Geschichte total aufgelockert und über sein Verhalten konnte man immer wieder lachen oder schmunzeln.

Der Schreibstil war spritzig und locker, ohne auf jugendliche Weise ordinär zu werden.

Wir dürfen nunmal nicht vergessen, dass dieses Buch nur 52 Seiten umfasst. Auf einer solchen Seitenzahl kann man nicht jedes Detail herausarbeiten und noch eine Wahnsinns-Geschichte schreiben. Ich finde aber auch, dass dieses Buch das gar nicht nötig hätte. Es hat mir einfach sehr gut gefallen, für den gegebenen Rahmen hat die Autorin super viel aus der Story herausgeholt. Sie langweilt den Leser nicht, sie überfordert ihn nicht, und sie tut genau das, was sie soll: den Leser kurzweilig unterhalten.

5 Seiten mehr hätten es an 2 Stellen gut getan, da kam die Story dann doch ganz minimal zu kurz.

Ansonsten gibts von mir gut gemeinte 4 Sterne und ich kann das Buch definitiv empfehlen, wenn man sich mal was nettes für unterwegs in die Handtasche stecken möchte!

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