1. April 2014

*Rezension* der Zorn des Lammes - von Johannes Groschupf



Jazz ist ein junges Mädchen, in einer fremden Stadt. Um bei einer großen Redaktion zu arbeiten, ist sie nach Berlin gezogen, vollkommen auf sich selbst gestellt. Sie lebt dort fern von ihrer Familie - was sie aufgrund eines Schicksalsschlages nicht bedauert.
Milan ist ein junger Mann, ausgebrochen aus einer "Anstalt" - auf der Suche nach dem großen Glück. Und er hat sein Glück gefunden - Jazz.

Zwei junge Menschen allein in Berlin. Beide auf der Suche nach dem großen Glück. Beide mit schwierigen Startvoraussetzungen.

Doch als sich ihre Wege kreuzen, wird eins schnell klar: Sie suchen zwar beide nach dem großen Glück, doch da gehen die Vorstellungen weit auseinander.



Zu aller erst möchte ich etwas sagen, was nicht meinem Stil entspricht:
Ich habe dieses Buch schon vor etwas längerem gelesen. Leider hat Blogger meinen geplanten Beitrag irgendwann gefressen und ich muss sie nun nochmal schreiben.
Leider sind die Emotionen nach einem Buch direkt aber immer ganz anders, als wenn man nach Wochen und etlichen Büchern die dazwischen liegen, eine Rezension schreibt. Ich hoffe dennoch, dass alles so ankommt, wie ich es empfunden habe und dass ich dem Buch mit meiner Rezension noch gerecht werden kann.

Denn das Buch war einfach großartig. Wenn man zart besaitet ist, sollte man das Buch nicht mit ins Bett nehmen. Die kranken Phantasien des Stalkers übertreffen alles, was man sich selbst so unter Stalking vorstellt.
Milan ist nicht nur ein Verbrecher auf selbstgesetztem Freigang, sondern in erster Linie ist er ein krankes Arschloch. Er verfolgt Jazz, er setzt ihr nach, er plant alles ganz genau und lockt sie schließlich in seine Wohnung. Was er dort mit ihr anstellt verrate ich an dieser Stelle nicht, denn ich kann euch dieses Buch wirklich nur wärmstens ans Herz legen.

Es ist durchzogen von einem gewissen Ekel, der beim Leser einfach aufkommen muss, aber gerade das macht das Buch auch auf wenig Seiten wahnsinnig authentisch.

Die Protagonisten sind super gut dargestellt, man kann sie förmlich vor sich sehen, ohne dabei das Augenmerk auf die Geschichte zu verlieren.

Der Autor hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf, sondern hat alles sehr präzise auf den Punkt gebracht. Das Buch ist zwar ein Jugendbuch, aber ich würde es nicht an die junge Jugend empfehlen, da sogar ich wirkliche Probleme mit dem Schlafen hatte nach den ersten Abschnitten.

Es ist von Anfang an wahnsinnig spannend und gut geschrieben.

Leider kommt das Ende dann etwas plötzlich und auch doch schon wieder sehr jugendlich, was eigentlich nicht zu dem Rest des Buches passt. Dennoch tut es der Geschichte und der Story dahinter keinen Abbruch.

Volle 5 Schmetterlinge von mir und eine dicke Leseempfehlung!


1 Kommentar:

  1. Schöne Rezension :-)
    Was deine Empfehlung angeht, das Buch ist auch nicht wie üblich ab 14 Jahren sondern ab 16 Jahren empfohlen.
    Ich fand es auch Klasse, meine Rezi kommt auch die Tage

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