11. April 2014

*Rezension* Morgen kommt ein neuer Himmel - von Lori Nelson Spielman





Als Elizabeth weiß, dass sie sterben wird, verfasst sie ein Testament, in dem sie ihr Vermögen und ihre Kosmetik-Firma unter ihren Kindern aufteilt. Doch für ihr Nesthäkchen Brett hat sie sich etwas ganz besonderes überlegt, denn sie weiß genau, dass Brett mit ihrem Leben, ihrem Job und ihrem Freund niemals glücklich wird. 
Bei ihren Überlegungen, wie sie ihrer Tochter auch nach ihrem Tod zu einem glücklicheren Leben verhelfen kann, fällt ihr eine Liste in die Hand, die Brett in Kindheitstagen geschrieben hat. Eine Liste mit Lebenszielen. Diese sind natürlich sehr kindlich formuliert, doch Elizabeth weiß, dass diese Ziele Brett auch heute noch glücklich machen würden. So macht sie ihr die Ziele zur Vorraussetzung, um ihr Erbe antreten zu können und setzt ihr die Frist von einem Jahr. 
Das Brett bei der Testamentsverkündung aus allen Wolken fällt wird wohl jedem klar sein. Aber sie traut sich an diese Aufgabe ran und erlebt dabei viele spannende Abenteuer. 

Soweit, so gut. An sich klingt das wirklich interessant, auch wenn man schon beim Klappentext an diverse andere Bücher erinnert wird. 
Mir fällt, da ich etliche dieser Bücher gelesen habe, wirklich sehr schwer, das Buch zu bewerten. 
Betrachte ich es nüchtern und tue so, als würde ich all die Geschichten nicht kennen, dann würde ich dem Buch 5 Sterne geben, da es wirklich super liebevoll gestaltet und geschrieben ist. Es lässt sich sehr gut und leicht lesen, treibt dem Leser dennoch Tränen in die Augen. Es trumpft mit wundervoll gestalteten Protagonisten und viel Wortgewandtheit, sowie einer schönen Story mit einem glücklichen Ende. 

Wenn ich aber betrachte, dass ich Geschichten dieser Art schon kenne, würde ich dem Buch am Liebsten nur einen Stern geben. Denn dieses Buch ist eine reine Kopie. Die Punkte der Liste gibt es haargenau so auch in anderen Büchern und sogar das Ende ist genau so 1:1 schon in einem anderen Buch vorgekommen, was nicht mal allzu alt ist und mir noch gut im Kopf ist. 

Ich frage mich, warum einem Verlag das nicht auffällt, dass es das Buch im Prinzip genau so schon gibt.

Eine Freundin sagte mal "Ich erwarte nicht, dass das Rad neu erfunden wird, aber ein klein wenig Individualität könnte man doch erwarten." Und dieser Satz passt zu diesem Buch 100%. 

Ich finde es schade. Denn an sich wäre das Buch schon wirklich eine nette Lektüre. 

Sagen möchte ich noch etwas zum Cover. Das Buch wird als "gebundene Ausgabe" verkauft, was aber keine ist. Es ist maximal eine Broschur und die Bindung ist wirklich nicht so toll. Man kann es nur minimal aufklappen, um es unbeschadet zu lassen, und selbst dann leidet es ganz gewaltig... 

Daher habe ich mich nun für 3 Sterne - die goldene Mitte - entschieden. 

Ich vergebe eine Leseempfehlung für diejenigen, die Geschichten dieser Art nicht kennen, aber gerne Chic-Lit lesen. 
Und ich spreche ein "Lass die Finger davon!" aus für die, die die Bücher bereits gelesen haben. Ihr werdet enttäuscht sein!


Kommentare:

  1. Oh nein, hoffentlich bin ich dann von dem Buch nicht ganz so enttäuscht wie du. Ich habe ein Rezensionsexemplar bekommen, aber noch nicht geschafft, es zu lesen. Also bin ich mal gespannt.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. das kommt vermutlich ganz drauf an, was du vorher schon gelesen hast :)

      LG

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  2. Manchmal hat man das Gefühl, die Verlage hoffen, dass es keiner merkt. Oder sie kennen die anderen Bücher einfach nicht. Es ist aber echt schade, wenn man bei einem Buch absolut das Gefühl hat, eine Kopie zu lesen.

    LG Michaela

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  3. Habe das Buch hier auf dem SuB liegen und bin schon gespannt drauf, wie ich selber darüber denke. Vor allem ob es mich an andere Werke erinnert oder nicht. Ich lasse mich überraschen :)

    Liebe Grüße,
    Dobbie von IM ZAUBER DER BÜCHER

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